Der Krieg ist nun einmal der Vater aller Dinge

Miesepeter, Freitag, 09.02.2024, 18:39 (vor 18 Tagen) @ Ostfriese2337 Views
bearbeitet von Miesepeter, Freitag, 09.02.2024, 18:46

....im wirtschaftenden Debitismus.

Es geht immer nur um Druck. Existiert er, kommt es zu Leistung, fehlt er, entfällt sie.
Daraus habe ich dann die DEBITISMUS-Theorie entwickelt: Gewirtschaftet wird immer nur unter Druck.

Und eben jener Druck wird nunmehr für die westlichen Gesellschaften wiederhergestellt, durch finanzielle, handelspolitische und geopolitische Repression.

Damit in diesen Gesellschaften wieder mehr geleistet wird, anstatt sich auf Guthaben, Ansprüchen, fremden Energie- und Arbeitsreserven auszuruhen. Die anstehende Schocktherapie, die Beseitigung alle vermeintlichen Ansprüche und Bequemlichkeiten, durchlief der Comecon in den 90er Jahren, und jetzt ist der Westen an der Reihe, wieder zu lernen, in die Hände zu spucken.

Natürlich wollen aber die Untertanen keinem Druck unterliegen, entsprechend sind sie zunehmend unzufrieden, je mehr die Schrauben von den Entscheidungsfähigen angezogen werden. Diese Unzufriedenheiten können aber durch öffentliche Lenkung der Kommunikation im Allgemeinen so kanalisiert werden, dass die Unzufriedenen aus Gruppe A ihre Aggressionen gegen die Unzufriedenen aus Gruppe B ausleben. Je mehr dabei kaputt gemacht wird, desto eher sind die Ansprüche und Bequemlichkeiten verloren, und der Leistungsdruck wiederhergestellt.

Das aber ist noch ferne Zukunft. Durch Pandemie, ein wenig Krieg und Inflation sind bisher die realen Guthaben, die fiktiven Guthabenvorstellungen und die Ansprüche auf fremde Energie- und Arbeitsreserven um vielleicht 10% reduziert worden. Je nachdem, wie man in die neue Ordnung kommt, sind da noch weitere 40% (für die Siegerparteien) bis 80% Wegstrecke (für die Verlierer) vor uns, bevor auch der letzte wieder die tägliche Unausweichlichkeit der Leistungserbringung aktzeptieren wird.

Ob die Donezker da nun vor 1000 Jahren, vor 50 Jahren oder vor 3 Jahren schon oder noch russisch waren, spielt dabei nicht die geringste Rolle. Dieser Konflikt ist von vorne bis hinten ein war of choice, und selbst wenn er nicht in der Ukraine weiterginge, dann wird er halt woanders vorangetrieben.

Der Druck, der in diesem Prozess geschaffen wird, und der dann wieder Leistung erzwingt, hat nämlich auch einen Ursprung, und das ist der Krieg. Vielleicht mag der Ostfriese ja auch dazu eine Referenz aus dem reichhaltigen Fundus von Dottores Postings anfügen.

Gruss,
mp


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