Die neolithische Revolution und der ganze nachfolgende Schlamassel

Ostfriese, Mittwoch, 06.01.2021, 18:21 (vor 52 Tagen) @ Weiner737 Views

Hallo Weiner

das

*) Wenn das Schwert beseitigt ist, dann wird ermöglicht (!): eine faire Vereinbarung zwischen freien und gleichberechtigten (Geschäfts-) Partnern in gegenseitiger Wertschätzung und zu beiderseitig optimalem Nutzen sowie unter Wahrung des Gemeinwohls (in das alles Leben und nicht nur das menschliche Leben einzuschließen ist).

ist ja wohl vor der neolithischen Revolution diesseits der 'Dunbar Zahl' als theoretische 'kognitive Grenze' der Anzahl an Menschen, mit der eine Einzelperson soziale Beziehungen unterhalten kann, weitgehend in egalitären und solidarischen 'Stammesgemeinschaften' möglich gewesen, in denen nicht geliehen, sondern gegeben wird. Warum sehen wir scheinbar zwingend notwendig den Übergang von egalitären Solidargemeinschaften hin zu hierarchischen auf Abgabenzwang mithilfe des Schwertes beruhenden überwiegend patriarchalischen Zivilisationsgesellschaften mit dem exponentiellen Anstieg der Bevölkerungszahlen?

Dieser den Untertanen auferlegte Zwang zur Abgabeneinheit zwecks Refinanzierung der Erstfinanzierung des Zivilisatorischen kann in Jean Baudrillards Sinne als 'perfektes Verbrechen' oder als evolutionäre Notwendigkeit zur Bedienung der menschlichen Subsistenz im Sinne der von Paul C. Martin definierten individuellen 'Urschuld' gedeutet werden. Für den Weg zum Gemeinwohl einer "deutlich geringer werdenden Anzahl von Menschen gilt: Das Verschwinden der Abgaben-/Geldsysteme, dadurch, dass niemand mehr seine Forderung in die Zukunft buchen lässt, man dadurch keinem Machtsystem die Aufschuldung überhaupt erst ermöglicht."

Ich denke, dass unser aller Vorbild Südkorea zeigt, was ab der 2. Hälfte dieses Jahrhunderts weltweit zu erwarten ist. Es erlebt gegenwärtig die alles überragende Verwerfung aller Zeiten, die medial kein Thema ist und dissimuliert wird: "Tatsächlich ist die Alterungsgeschwindigkeit in Korea in der Geschichte der Menschheit beispiellos und übertrifft sogar die Japans." Der debitistischen Systemcode macht mir @Ashitakas Sätze gewiss: "Nur weil heute 10 Koreanerinnen durchschnittlich 6 Töchter bekommen, konnten sie in den 1950er-Jahren noch ihre 30 Töchter bekommen."

Ich denke, dass es um das Verständnis dessen geht, was 'Zeit' ist, ob und wie wir sie noch benutzen wollen und können.

Gruß - Ostfriese


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