Mit einem Geldschein hat man eine Forderung an die ZB, und zwar auf die Pfänder=Repo-Werte

BerndBorchert, Freitag, 09.10.2020, 19:09 (vor 475 Tagen) @ Hardy, der Student1953 Views
bearbeitet von BerndBorchert, Freitag, 09.10.2020, 19:13

Sicherlich gibt es bei der ZB eine Position "Notenumlauf", aber warum sollen das Schulden beim Staat sein?


Nicht sicherlich, sondern sicher:

https://www.snb.ch/de/iabout/snb/annacc/id/snb_annac_balance

Passiven, erste Position.

Schulden aus Notenemission können es nicht sein, das wurde bewiesen, die entsprechenden Beispiele sind wir durchgegangen (siehe auch weiter unten).

Klar ist Notenumlauf es eine Passiv Position, so hatte ich es ja auch dargestellt. Allerdings bin ich mir sicher, siehe mein Posting, dass die Bargeldinhaber die Gläubiger sind.

Wo wurde bewiesen, dass das falsch ist?

Jordan, Chef der SNB, auf offener Bühne:
Die SNB emittiert Banknoten. Wir zeigen in unserer Bilanz einen Notenumlauf.
Wenn ihr mit einer Hunderter-Note zu uns kommt, dann geben wir euch nichts, wenn ihr es wollt, dann geben wir euch zwei Fünfziger Noten.

Das stimmt nicht. Die muessen noch das Pfand haben, das der Bargelderstempfänger geliefert hat, um das Bargeld zu bekommen. (Es könnte allerdings sein, dass das Pfand einen viel höheren Nominalwert hat als der Geldschein, dann geht es also nicht so einfach, sondern man muss mit mehr Bargeld ankommen ...)

Allerdings fiel mir auf, dass die Sicherheiten der SNB fast nur aus Devisen bestehen. Warum eigentlich, was soll das? Egal, also wenn einer ankommt und will was für sein Bargeld, dann dürfte er auf Schweizer Anleihen bestehen können. Die SNB muesste Devisen dafür eintauschen. Wobei sie ja noch ein paar Pfänder aus Repo-Geschäften (= Noten- und ZB-Geld-Emmission) hat, sehe ich dort bei Aktiva.

Bernd Borchert


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