Seit wann das?

Mephistopheles, Datschiburg, Sonntag, 04.10.2020, 12:35 (vor 480 Tagen) @ Hardy, der Student2156 Views
bearbeitet von Mephistopheles, Sonntag, 04.10.2020, 12:47

Hallo Bernd,

das ist doch gerade der Witz an der Sache:
Geldscheine sind nichts anderes als Münzen aus Papier.

Das wäre ja das Allerneueste.
Eine Münze ist Geld.
Eine Banknote, nicht zu verwechseln mit einer Schulnote oder einer Musiknote, ist ein Anspruch auf Geld; selber aber kein Geld. Das hat historische Gründe. An der Erfindung der Banknote ist der Staat nämlich völlig unschuldig.

Das hat René François Ghislain Magritte einmal definitiv geklärt:

[image]

Deswegen ist es so wichtig, dass man sich intensiv mit Kunst beschäftigt und gerade auch moderner Kunst, wie Marcel Proust in "auf der Suche nach der verlorenen Zeit" einmal meinte. Sonst versteht man die Welt nicht mehr.

Staatsgeld, Staatspapiergeld.

Papiergeld ist genau so wenig Geld wie Gold. Papiergeld ist ein Anspruch auf Geld und Gold ist eine Ware. Das hat man auch sehr gut beim kalifornischen Goldrausch 1848 gesehen, wo für Nuggets im Wert von etwa 3$ ein einziger $ geboten wurde. Der $ war eben Geld, die Nuggets aus Gold dagegen waren es nicht.

Das Münz- bzw. Geldregal ist fest in der Hand des Staates, fester als jemals zuvor.
Edelmetall konnte man in freier Natur finden, Schweizer Franken findest Du nirgends, die kommen (legal) ausschließlich vom Staat Schweiz.

Es gibt kein Zentralbankgeld, wer Geld schöpfen, wer Geld produzieren kann, der hat nach der Auszahlung dieses Geldes keine Schulden.

Geld schöpfen kann nur derjenige, welcher Sicherheit leisten kann. Welche verpfändeten Sicherheiten hat die Schweiz denn zu bieten (nachdem sie nicht einmal atomar betriebene Flugzeugträger besitzt)?

Eine Zentralbank hat aber Schulden, nachdem sie Geldscheine ausgezahlt hat.
Gezeigt werden diese Schulden unter "Notenumlauf".
Das ist aber eine Falschdarstellung, eine Zentralbank gibt gar keine Banknoten aus.
Eine Zentralbank zahlt mit Geldscheinen, Geldscheine, die ihr nicht gehören.

Hat eine Zentralbank, nachdem sie Geldscheine ausgezahlt hat, Schulden bei dem, der die Geldscheine erhalten hat?
Natürlich nicht!

Eine Zentralbank hat, nachdem sie die Geldscheine ausgezahlt hat, Schulden bei dem, von dem sie die Geldscheine erhalten hat, beim Staat.

Die Zentralbank hat keine Schulden, sondern Eigenkapital. Das steht auf der Passivseite der Bilanz.

Mit einem 100-Franken-Geldschein brauchst Du nicht zur SNB zu gehen, Du bekommst nichts von ihr. Du bekommst nichts, weil die SNB Dir nichts schuldig ist, die SNB hat keine Schulden bei Dir.

Schweizer Kleingeld: Metallcoins ---> Staatsgeld
Schweizer Geldscheine: Papiercoins ---> Staatsgeld
Eventuell kommende Schweizer Digi-Coin: Immaterielle Coins ---> Staatsgeld

Der Schweizer Franken ist das Monopolgut des Staates Schweiz, völlig egal, in welcher Gestalt er in Erscheinung trifft. Der Schweizer Franken ist vom Staat Schweiz völlig frei definierbar.

Der Schweizer Franken ist Nichts! Du wirst sehen.

Freundliche Grüße!

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc


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