Leider, freundlicher Widerspruch Euer Ehren: Dies ist ein Börsenforum, zuvörderst.

Hannes, inmitten des Landes S-A d. BRD in der EU, Mittwoch, 13.01.2021, 01:14 (vor 6 Tagen) @ Zorro911 Views

Grundsätzlich hast Du Recht: "Erschreckend, dass hier im Forum nicht mehr Praxiserfahrung vorliegt!", aber - siehe Betreff. Dies ist ein Börsenforum, da versammelt sich eben entsprechendes Publikum.

Und Du hast mehr Erfahrungen in der Sache als 1 Promille des "Deutschen Volkes", grob geschätzt. Aber muss sich mit EltEnergieErszeugung/verteilung wirklich Jeder auskennen? Muss denn Jeder Brot backen können? Wozu haben wir Bäckerburschen ausgebildet?!

Der Skandal ist doch, dass wir eine Arbeitsteilung haben, aber, dass nicht alle ihren Job machen. Frau Dr. Merkel m. E. nicht, nämlich, wie sie das gemäß Eid sollte: "Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden", so, dass ihre Bürger sich in der Folge Notstromdiesel kaufen? Wie die armen Neger in Afrika? Ja wo leben wir denn?!

Hallo Foristen, hallo Periskop,

Kann natürlich sein, dass die Wissenden im Wald verschwunden sind oder still ihre Erfahrungen hüten!? [[zwinker]]

Jau. <img src=" />


…allerdings werden hier auch Tipps gegeben, die nur von Ahnungslosen empfohlen werden können!

Allerdings, wie vor.


Es ist nicht damit getan, 1000,- € in einen Baumarktgenerator zu investieren und ein paar Kanister Benzin zu besorgen!
@DT = damit hast Du den Vogel abgeschossen!

Leider, freundlicher Widerspruch Euer Ehren: Besser als nix zu machen ist das allemal!


Eine Notstromversorgung muss gut geplant werden und auf die Bedürfnisse der Bewohner zugeschnitten sein.

Wie wahr. Das "muss gut geplant werden", das kann dann aber durchaus zum Ergebnis haben, dass mit "1000,- € in einen Baumarktgenerator zu investieren und ein paar Kanister Benzin zu besorgen" ausreichend vorgesorgt ist.


Ich habe im Jahr 2013 für mein Haus eine tolle Anlage gebaut, die bis zum heutigen Tag problemlos läuft und in wenigen Wochen eine große Ausbaustufe bekommt.

Du hast halt höhere Ansprüche an den Komfort, im Falle des Blackout.


Ich kann es gleich vorwegnehmen, wer Mieter einer Wohnung ist, oder mit kleinstem Budget rechnen muss, wird hier nicht weiterkommen.

Richtig. In Abhängigkeit des Anspruchs an den Komfort, im Falle des Blackout, ist die Anlage in der Mietwohnung anders zu planen, als für das Eigenheim. Standort spielt ne Rolle, Balkon usw. (komme ich hoffentlich noch dazu)

Das Grundprinzip bei der Erstellung einer Generator- oder auch Solareigenversorgung muss die realistische Einschätzung der Verbraucher sein.
Zur Vereinfachung für alle rechnen wir hier einfach mit Watt und der Zeitdauer die das Gerät eingeschaltet ist oder in Bereitschaft steht.

Jein. Am Anfang aller Planung steht die Frage WATTWILLICH? [[top]]

Reicht mir Licht und ich heize mit Propan, Kamin, ...? Oder will ich 100%?


Die Steuerung und Pumpe einer Heizungsanlage z.B. braucht im Winter, wenn sie anspringt, etwa 250 Watt. Läuft sie 1 Stunde durch wären das 0,25 kWh. Läuft sie 4 Stunden am Stück (was natürlich Quatsch ist) wären das 1,0 kwh. Würde man sie 24 Stunden im Dauerbetrieb orgeln lassen, wären das 6 kwh.
Hätte man also einen Batteriespeicher mit Bleibatterien, der mit einer Kapazität von 6 kwh angegeben ist – und weil Blei – nur eine Entladetiefe von 50% verträgt, geht nach einem halben Tag die Heizung wieder aus. Natürlich springt eine Heizung nur minutenweise an, trotzdem muss man diese 250 Watt als „standby-Leistung“ immer abrufen können.

Zu Akkus komme ich hoffentlich noch. Tipp: Eine USV reicht für denAnfang. Spottbillig. Bewährt, simpel. Frage WATTWILLICH?


Weitere wichtige Geräte, die man bei der Berechnung einplanen sollte sind:
Kühlschrank: 200 Watt (Leistungsbedarf in der Kühlphase)
Tiefkühltruhe 300 Watt (Leistungsbedarf in der Kühlphase)
Gartenwasserpumpe/Tauchpumpe 500-1000 Watt Dauerverbrauch
Hausbeleuchtung 200 Watt Dauerverbrauch
Radio/TV/Router/1 PC mit einem Monitor: zusammen 400 Watt Dauerverbrauch

Wir kommen auf eine Bereitschaftsleistung von 2350 Watt, die ein Generator bringen muss. Laufen diese Geräte alle 1 Stunde lang sind das 2,35 kwh Verbrauch.

Ich kürze mal ab.

Grundsätzlich ist es wichtig, dass bei der Verwendung von Generatorstrom eine allpolige Trennung zum Netzversorger geschaffen wird!

Das ist sehr wichtig! Warum - dazu komme ich hoffentlich noch.


Meine Erfahrung hat gezeigt, dass es Sinn macht, eine automatische Netzausfallerkennung zu verwenden, die die allpolige Trennung per Netz/Generator-Schütz garantiert und gleichzeitig den Generator startet. Die Automatik kostet etwa 800,- € ein solider Dieselgenerator etwa 6000,- €

Eine Sicherung tuts auch, besser ein Stecker, weil der eine sichtbare Trennstelle ist. Denkt an die roten Fähnchen als marker bei den Ami-Bombern, damit die nix vergessen. Eine Automatik braucht Meldeleuchten usw. --> KISS!

Hütet euch vor Benzingeneratoren. Sowas kann eine Gartenparty versorgen, ist aber in einem tagelangen Notfall unbrauchbar. Alleine die Lagerung von Benzin ist kritisch. Es stinkt ohne Ende und mehr als 20 Liter sind nicht erlaubt.

Besser als nix. Ein Auto hat einen Tank, das reicht ne Weile und nicht jeder hat einen VW-Diesel <img src=" />

Wenn Du in der Lage bist, Akkus zu laden auf dem Wäscheboden, werden andere Mieter den Lärm gern akzeptieren, nur so als Beispiel. Ich glaube immernoch nicht, dass der normale Mieter ein verkappter Taliban ist, jedenfalls sind in unserem 6 Geschosser Altstadt Magdeburg nur Deutsche Namen am Klingelbrett <img src=" />

...

Zu Bedenken ist, dass die meisten Häuser einen dreiphasigen Hausanschluss haben, obwohl es eigentlich keine Drehstrom-Haushaltsgeräte gibt. Auch ein Herd oder Backofen hat keine 400V sondern nur 230V. Die Last der Kochplatten wird nur auf die verschiedenen Phasen verteilt, damit man die Kabel nicht so dick machen muss. An sich stellt es kein Problem dar, einen Herd auf einer Phase anzuschließen.
Für einen Generatoreinsatz ist es von Vorteil, wenn er auf ein einphasiges Hausnetz ....

Sorry, alles sog. "overkill". Vergiss die Kochplatte, koof nen Campingkocher und genug Kartuschen, die kannste immer gebrauchen und im Keller vergessen.

...


In meinem Fall haben wir den Generator so ausgelegt, dass er locker alles versorgen kann, sogar einen Elektroherd mit 2 Kochplatten und Backofen gleichzeitig. In Friedenszeiten brauchen wir durch meinen Trading-PC und eine Wärmepumpe durchschnittlich 3 kwh in der Stunde. Das ist sehr viel. Ein normaler 2 Personen Haushalt, ohne Schnick-Schnack, braucht vielleicht 5 kwh am Tag. Gönnt man sich Stromfresser wie Siebträger-Kaffee und lässt die Rechner nachts durchlaufen kommt man auf ein Vielfaches.

Wie gesagt, kann man machen.

...
Anlagen die netzparallel angeschlossen sind, auch sog. Nulleinspeiseanlagen, erfüllen das nicht, da Wechselrichter regelungsbedingt pro Stunde etwa „50 Watt“ – bitte nicht so genau nehmen – ins Netz rutschen lässt und der Stromzähler – wenn´s ein älterer ist, dann rückwärts laufen würde.

Das ist praktisch nicht relevant, die neuen Zähler haben eine elktronische Rücklaufsperre, würde er rückwärts drehen, könnte DIr das egal sein, aber das EVU setzt Dir ab einer bestimmten Leistung einen entsprechenden Zähler - dazu komme ich hoffentlich noch.


...

Ich wollte nur darauf hinweisen, dass die schmerzhaftesten Entbehrungen relativ leicht zu vermeiden sind. Undich habe beriets darauf hingewiesen, dass ich auch komfortabler plane. Das hat aber damit zu tun, dass ich Geld übrig habe und das kann.

Deine Anlage ist sehr sinnvoll und ich glaube nicht, dass wir Zeiten entgegengehen, die Deine Arbeit vernichten werden.

Die Zeiten werden hart für arme Schlucker, vermute ich.

H.

--
Eine Hand für den Mann und eine Hand für das Schiff.


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