Weit entfernt...

Phoenix5, Donnerstag, 17.09.2020, 15:40 (vor 42 Tagen) @ Linder1011 Views
bearbeitet von Phoenix5, Donnerstag, 17.09.2020, 15:46

Richtig, wirtschaften ist ohne Zins zwar prinzipiell machbar aber nicht sinnvoll.

Nein, prinzipiell nicht. Das gesetzliche Zahlungsmittel wird immer qua Verschuldung emittiert und der Zins ist der Preis dafür, zukünftige Steuerforderungen in die Gegenwart geholt zu haben. Frei nach Trosinette: "Es kommt vom Staat (bzw. der Notenbank) und muss bei der Steuerzahlung wieder dorthin zurück." In der Zwischenzeit vergeht Zeit und die kostet Geld. Die Banken geben das bloß weiter und verlangen noch ein Scherflein mehr, um auch selbst mitzuschneiden. Der Gewinn jedes einzelnen Kapitalisten ist nichts anderes als ein Zins. Jeder will mehr hereinbekommen, als er investiert hat. Auch Banken wollen Gewinn machen. Hier nennen wir den Gewinn Zins.

Der Fehler ist die derzeitige Art der Geldschöpfung, genauer das Monopol der Banken darauf.

Stell einen Wechsel aus und du hast Geld geschaffen. Die Banken machen nichts anderes. Alles was du dafür brauchst sind Aktiva.

Dass es durchaus auch anders geht, haben Goldstandard

Inwiefern anders? Banknoten kamen von der Notenbank gegen Zins. Banken schöpften Kredit gegen Zins. Einziger Unterschied, war der Goldbestand der Notenbanken, der je nach Deckung den Zinssatz regelte.

und Freigeldexperimente wie z.B. das von Wörgl gezeigt.

PCM hat über den Betrug der Freigeldexperimente mehr als genug geschrieben. Bitte in den alten Foren die Suchfunktion bemühen und lernen. Freigeld funktioniert nicht und zwar prinzipiell nicht.

Dottore hat das System erklärt, nicht mehr und nicht weniger. Dafür darf man ihm dankbar sein.
Nur wer nach heutigem Stand darin verharren möchte, dem kann ich mich nicht anschließen, denn das System gehört grundlegend reformiert. Dazu bedarf es der Aufklärung und dem Verständnis der Masse.


Aufklärung hieße aber, sich einmal wirklich in PCMs Gedankengebäude hineinzuknien. Der Mann hat Außergewöhnliches erkannt. Es gibt nur eine Alternative zum sogenannten "Schuldgeldsystem" (egal ob es auf Gold oder Papier marschiert), nämlich Feudalismus/Sozialismus. Dann sind die Möglichkeiten eines Staatssystems ausgereizt. Eine Stufe niedriger stünden dann Solidargemeinschaften/Stämme und da gibt es weder Geld noch Märkte.

Gruß
Phoenix5

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Ein Buch für Keinen - Der Kapitalismus nach Paul C. Martin


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