Netzwiederaufbau nach Großstörungen

Rainer ⌂, El Verger - Spanien, Samstag, 20.02.2021, 11:26 (vor 13 Tagen) @ DT371 Views

1. Einleitung
Der Betrieb der Höchstspannungsnetze durch die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) ist in den letzten Jahren schwieriger geworden. Die Liberalisierung des Strommarktes und die Durchsetzung des „Erneuerbare Energien Gesetzes“ stellt die ÜNB vor neue Herausforderungen. Durch den zunehmenden Stromhandel und die vermehrte lastferne Einspeisung von regenerativ erzeugtem Strom steigt die Länge der Leistungstransporte an und es werden ansonsten nicht beteiligte Netzabschnitte belastet (Problem der Durchleitung). Solche auftretenden horizontalen Lastflüsse bringen neben zusätzlichen Verlusten auch die Gefahr des Stabilitätsverlustes mit sich. Leitungen werden bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit betrieben und es entstehen „Leitungsengpässe“. Das ganze wird überlagert von einer zunehmenden Schwankungsbreite der zu transportierenden Lastflüsse im Minuten- und Stundenbereich. Erschwerend kommt hinzu, dass die regenerativ erzeugten Lastflüsse teilweise nur ungenau vorhergesagt werden können. Das erfordert zusätzliche Ausgleichsenergie, die durch Kraftwerke als Regelenergie bereitgestellt werden muss. Dem schnellen Bau neuer Leitungen stehen der wirtschaftliche Druck der ÜNB sowie die äußerst langwierigen gesetzlichen Rahmenbedingungen entgegen. Diese Entwicklung hat zu einer Erhöhung der Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Störungen im Allgemeinenals auch von Großstörungen im Besonderen geführt.
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http://webarchiv.wikimannia.org/_dokumente/Netzwiederaufbau_nach_Grossstoerungen.pdf

Rainer

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