Die Fixierung auf die bislang wenigen Toten in D ist die beliebteste Beweisführung vieler Corona-Leugner

Stagflati, Samstag, 17.10.2020, 17:09 (vor 47 Tagen) @ Linder457 Views
bearbeitet von Stagflati, Samstag, 17.10.2020, 17:14

Hallo Linder,

was mir an diesem gesamten Thread wieder auffällt, ist die Fixierung auf die bisher relativ wenigen Toten in Deutschland. Daraus wird dann gefolgert, Corona sei gar nicht so schlimm und alle einschränkenden Maßnahmen seien daher überzogen.

Aber: Menschen leiden vor allem auch dann, wenn sie NICHT tot sind, ja, Lebende leiden mitunter sogar viel mehr als Tote, weil die Toten oft nichts mehr spüren. Von daher ist nicht nur die Todesquote relevant, sondern auch die Krankheitssymptome der lebenden Erkrankten, mit teils wochen- oder monatelangen Beschwerden und oft auch mit Spätfolgen.

Und: Durch die jetzt wieder exponenziell steigenden Fallzahlen entsteht eine brisante Situation, weil unser Gesundheitssystem recht schnell an seine Grenzen kommen könnte (im europäischen Ausland sehen wir das schon jetzt immer öfter) und sich dann das Leid und die Sterblichkeitsquote der Erkrankten deutlich erhöhen würde.

Daher ist der rückwärtsgewandte Blick auf die bisherigen Todeszahlen nicht die richtige Perspektive. Wenn man aus einem Hochhaus springt, sind die ersten Meter Flug noch ganz angenehm (schönes Fallgefühl, frischer Wind, man sieht was von der Gegend, usw.), aber der Aufprall kommt bestimmt. Da nutzt es nichts, dass man, fallend, sagt, bis hierher wars ganz schön, also wirds wohl so bleiben...

P.S.: Ein Corona-Leugner ist für mich nicht nur jemand, der Corona als nichtexistent betrachtet (die "sogenannte Pandemie" usw.), sondern eben auch jemand, der bewusst einen Verharmlosungs-Frame rund um diese Pandemie spinnt. Eben weil er spinnt.

Gruß
Stagflati


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