nicht nachdenken, sondern Optionen sich schaffen

mh-ing, Samstag, 07.05.2022, 10:54 (vor 21 Tagen) @ Ulli Kersten2388 Views

Nachdenken und grübeln tun viele, aber handeln und entscheiden die wenigsten. Natürlich ist es ein Verlust, hier von D wegzugehen, diese Komfortzone zu verlassen. Man muss sich ja nur vorstellen, dass geschätzt 4-5 Mrd Menschen gerne hier wären und wir, die wir hier sind, wollen weg. Allein aus dieser Überlegung heraus ist es wohl anzunehmen, dass die Zahl der vernünftigen Fluchtorte gering ist und zum anderen die Situation hier drastisch schlechter werden muss.

Die Ist-Situation ist hier immer noch besser als in fast allen Ländern der Welt, wenn man alle Aspekte (incl. Gesundheit, Infrastruktur, Sicherheit) einbezieht. Die Frage ist daher, ob es so bleibt oder nicht. Das ist eine "Glaubensfrage" oder eine Abschätzung aus den jetzigen Entwicklungen.

Wenn man dann zu dem Schluss gekommen ist, dass es hier bald wirklich heikel wird, kann man zur Tat schreiten. Nur aus einem Gefühl des Unwohlseins und nur mutmaßen, das wäre zu wenig. Eine Entscheidung muss Bestand haben.

Dann ist zu klären, was denn das Problem eigentlich ist. Wenn es hier heikel wird, kann man doch gehen? Wenn das so wäre, gäbe es kein Überlegen, man könnte abwarten, bis dann klar ist, was kommt. Die Vergangenheit zeigt aber, dass die Ereignisse so schnell geschehen, dann zu viele gehen wollen und die guten Fluchtorte nicht mehr zu erreichen sind. Das ist 1933-39 zunehmend geschehen und auch jetzt mit Corona war bald nur noch mit Impfen die Bewegungsfreiheit da. Man konnte dann nicht mehr weg! Oder man konnte nur mit großem Verlust und Risiko gehen. Das Timing des Ausstiegs ist daher der entscheidende Punkt.

Zwangsläufig muss man dann früher starten, sich vorbereiten. Das aber kostet Geld. Man muss sein Vermögen auf eine Karte setzen und das kann gut scheitern. Auch diesen Mut muss man haben.

Meine Punkte sind daher:
- Länder mit Option bereisen und sich selbst ansehen
- Zumindest die Einreisemöglichkeit mit Daueraufenthaltstitel (kostet etwas) sichern, dann kann man schneller gehen
- Dauerhaft in diese Länder zu gehen ist meist sehr schwierig. Grundstück/Haus dort zu erwerben ist meist der sichere Ruin für viele gewesen. Besser kein Invest (außer man hat die Möglichkeiten). Man kann mieten, vor Ort dann sehen, evtl. noch Grundstück mit guter Lage/Sicherheit kaufen, aber mehr eher nicht.
- Wenn man dauerhaft gehen will, muss man natürlich das volle Programm durchziehen, dann aber auch so planen, dass man nicht von Transferleistung aus D abhängig ist. Wer das hat, geht ein enormes Risiko ein, welches irgendwann kommt.

Bereits den ersten Punkt umzusetzen, hat keiner in meinem Umfeld gemacht! Alle jammern, klagen, aber tun nichts. Insofern, die meisten quatschen bloß, heiße Luft. Wenn die Krise kommt, werden diese laut jammern, aber letztlich mangels eigener Standhaftigkeit und Fähigkeit zur Entscheidung, einknicken.

Daher, viel Freude jenen, die meinen, dass Widerstand möglich ist und auf diese Leute hoffen.


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