Auswandern Neuseeland, eigene Erfahrung

WhiteEagle, Samstag, 07.05.2022, 01:04 (vor 14 Tagen) @ Atman3827 Views

Hallo,

wir hatten uns 2015 entschlossen auszuwandern. Dies hatte mehrere Gruende, vor allem aber die Einsicht, dass das System nicht nur an der Spitze versagte, sondern auf vielen Ebenen.
Auch die Ukraine Situation spielte eine Rolle, da es klar war, dass die Lage in keiner Weise geloest war. Und die Prioritaeten der Politik war in keiner Weise auf Kinder fokussiert.
Daher sind wir in 2016 zunaechst nach England ausgewandert, um festzustellen, ob wir nicht aus irgendeinem Grund wieder zurueck wollten. Z.B. Heimweh, das man nicht vorhersagen kann.
Zudem war es fuer unsere Kinder kein Nachteil, dort bereits Englisch zu lernen.
2 Jahre spaeter sind wir dann nach Neuseeland ausgewandert. Wir hatten die "permanent residency" noch in England beantragt und erhalten.
Durch meinen Beruf hatten wir mehr als genug Punkte und bekamen die residency innerhalb von 4 Wochen. Ein Segen, da alle anderen Antraege jetzt fuer 2 Jahre unmoeglich waren oder auf Eis lagen.

Die Lage ist jetzt sehr viel schwieriger. Fuer 2 Jahre gab es praktisch gar keine Einwanderung. Selbst neuseelaendische Staatsbuerger hatten Probleme einzureisen. Ohne ein festes Arbeitsplatzangebot mit einem gewissen Mindestlohn geht es nicht. Oder, man muss 5 oder gar 10 mio$ investieren. Genaueres muss man von Beratern erfragen <img src=" />

Unsere Wahl auf Neuseeland fiel aufgrund der sehr abgelegenen Lage, der guten Infrastruktur in vielerlei Hinsicht wie Schulen und Gesundheitssystem. Ausserdem produziert Neuseeland 20 fach mehr Nahrungsmittel als es selbs benoetigt und bezieht ueber 90% seiner Primaerenergie aus regenerativen Quellen. Es ist sehr duenn besiedelt und es herrscht ein guter sozialer Frieden.
Also, aeusserst Krisensicher.
Viele dieser Bedingungen lagen aus unserer Sicht in Suedamerika nicht vor, z.B. Gesundheitswesen und Schulsystem. Unsere Kinder machen hier einen internationalen Cambridge Schulabschluss und haben es leicht, im angelsaechsichen Bereich zu arbeiten oder zu studieren.

Wir haben den Schritt zu keiner Zeit bereut. Die aktuellen Ereignisse bestaetigen es nochmals.

Leider hat die Politik aus mir voellig unerfindlichen Gruenden die hiesige Raffinerie geschlossen und es ist mit den Gesundheitsmassnahmen auch zur Spaltung der Gesellschaft gekommen. Aber, nicht vergleichbar mit anderen Orten.
Insgesamt sieht man auch hier eine zunehmende Kontrolle der Gesellschaft, aber wo ist das anders?

Unser letzter Schritt besteht jetzt darin, uns hier einen sog. "lifestyle block" zu holen.
Also ein Grundstueck mit knapp einem Hektar Land und mehr. Zumeist autark in der Wasserversorgung und dann eine Solarloesung zu erstellen. Es ist noch sehr einfach, hier Tiere zu halten und zu schlachten. Jagen und Fischen ist sehr ergiebig.
Hoffentlich klappt es noch dieses Jahr mit der Immobilie. Zumindest fallen jetzt hier die Immobilienpreise.

Insgesamt kann ich Neuseeland sehr empfehlen. Der Lebensstandard ist hoch, die Infrastruktur gut und es gibt praktisch jede erdenkliche Art von Klima hier. Von subtropisch im Norden bis nordeuropaeisch im Sueden. Dort leben auch viele ehemalige Schotten <img src=" />.
Die Kultur ist nicht so amerikanisch wie in Kanada oder auch Australien, eher europaeisch.

Aber, alle Parteien streben weiterhin eine Reduktion der Einwanderung an. Die Regelungen werden von Jahr zu Jahr verschaerft. Ich bin aber kein Einwanderungsberater und kann nur eine grobe Einschaetzung geben.

Bei weiteren Fragen, einfach hier einstellen <img src=" />

Gruss ins WE

WE


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