Bescheidener Antwortversuch

Dan the Man, Mitten in D, Montag, 03.05.2021, 16:12 (vor 6 Tagen) @ el_mar664 Views

> Ich kann das ganze Treiben nicht mehr ernst nehmen, in der sogenannten, unterbrochenen Normalität, möchte aber auch nicht unter die Räder kommen. Auswandern? Für mich keine Alternative mehr.

Ich war eben länger auf der Autobahn, habe mir ein paar Reden von Gunnar Kaiser angehört und dann zufällig über die Themen nachgedacht, die du in deinen Fragen anschneidest, bevor ich nun deinen Beitrag sehe.

Kaiser ist zwar gut zu hören. Er erklärt, was im Vordergrund und nahen Hintergrund geschieht, aber es hilft nichts, wenn man tiefer blickt. Das tiefer Blicken hilft allerdings auch nichts, und da hängst du offensichtlich fest.

Ich habe lange im Ausland gelebt und würde für mich das Auswandern nicht in Betracht ziehen, um einer Situation zu entkommen, besonders wenn die ganze Welt davon betroffen ist. Bei der Abstimmung mit den Füßen schneidet Deutschland immer als bestes Land ab.

> Wie geht ihr, insofern ihr meine Grundthese (Ende der Fahnenstange) teilt, damit um?
[quote]Wenn man ohnehin nichts ändert, kann man sich die Foren auch sparen.
[/quote]

Schwierig. In der Anfangsphase von Corona sagte ich Leuten, die früh ziemlich verzweifelt waren, dass sie sich beruhigen mögen, denn es sei nicht zu erwarten, dass sich damals (ca. Mai 2020) alle hinlegen, die Nahrungsaufnahme verweigern und auf das Ende warten. Damals dachte ich allerdings noch, dass ein Virus das Problem sei.

Im Hinblick auf die von dir und mir vermuteten tieferliegenden Ursachen der ganzen Malaise ergeben sich natürlich weitere Fragen des Inhalts "Was tun?". Bei den seltenen Gelegenheiten, wo ich solche Ursachen nur mal ganz vorsichtig andeuten kann, bleibt mir dann nichts, als zu sagen, es ist nicht das Ende der Welt. Vor 15.000 Jahren war Deutschland einen Kilometer mit Eis bedeckt und die Leute sind auch durchgekommen. Zufrieden bin ich mit der Antwort nicht und ärgere mich auch, sie gegeben zu haben. Ein Ausdruck der Ratlosigkeit.

> Habt ihr ein paar Impulse? Sinnvolle Geschäftsmodelle? Ich hänge fest!

Impulse insofern als ich immer sehr vorsichtig anteste, ob reale (nicht virtuelle) Kontakte eventuell sich mit sowas befassen würden. Bisher vergeblich.

Sinnvolle Geschäftsmodelle gibt es viele, nämlich alle, die sich durch Corona nicht vor Arbeit retten können. Aber auf weitere Sicht, wenn sich die Lage verschärft, dürfte es doch eher in eine andere Richtung gehen. Essen, heizen, Heilen und Kämpfen.

In den Bereichen was zu wissen und zu können und zwar richtig gut, kann ein entscheidender Vorteil sein, wenn die Bevölkerung reduziert wird.

Konkret: Weg von der Stadt, dickes Fell entwickeln durch mentale Vorbereitung, Sammlung primitiver Technologien auf Papier anlegen, Fähigkeiten praktisch entwickeln und an erster Stelle: Gesundheit bewahren. Und natürlich Kontakte *lokal* aufbauen.

Weiterhin Prioritäten setzen. Sein Zuhause "verschönern" ist derzeit oder eher gar nicht mehr wichtig. Ein Tiefgewächshaus dagegen sehr.

Ich habe noch ein paar mehr Projekte in der Pipeline, aber ich will das Forum nicht zumüllen.

> Man, was geht mir diese Shitshow in den Medien auf den Sack!

Oben rechts auf jedem Bildschirmfenster ist ein kleines X, hilft immer


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