Parasiten im Debitismus

Mephistopheles, Datschiburg, Montag, 23.11.2020, 13:04 (vor 59 Tagen) @ Amos728 Views
bearbeitet von Mephistopheles, Montag, 23.11.2020, 13:13

Wenn Du einen meiner Beiträge kommentierst, ist mir das immer eine ganz besondere Freude, vielen Dank für deinen denkwürdigen Kommentar.

Das habe ich vom dottore gelernt, der Debitismus ist das ideale System um
ohne die Mühen eines gesellschaftlich erforderlichen, allgemein nützlichen Alltagsschaffens, durch die Anhäufung des Urüberschusses wie ein Parasit zu leben.

Das sind die Rentner - nach deiner Beschreibung.

Die meinte dottore aber weniger, sondern die Arbeiter. Das sind die einzigen Teilnehmer am debitistischen Wirtschaften, die Geld beziehen, ohne sich vorher verschulden zu müssen. Auch der Staat muss sich verschulden, die Unternehmer sowieso..
Das wurde nur durch die Reform der Insolvenz vor einigen Jahren etwas korrigiert. Nach der Insolvernzordnung darf ein Arbeitnehmer keinen Lohn annehmen, wenn er Hinweise darauf hat, dass sein Arbeitgeber eigentlich zahlungsunfähig ist (Verbot der Gläubigerbegünstigung). Dieses Gesetz, das bisher kaum angeandt wurde, könnte jedoch bei der Aufarbeitung der gegenärtigen Krise, wo die Insolvenzverschleppung legalisiert wurde, vermehrt zur Anwendung kommen.
Also Vorsicht bei der Annahme des Lohnes, wenn ihr begründete Hinweise darauf habt, dass euer Arbeitgeber eigentlich insolvent ist!

Könnte durchaus sein, dass in Zusammenhang mit dem großen Reset, vermehrt die Forderung aufkommt, auch die Arbeiter aus Gründen der Gerechtigkeit und Solidarität in die Haftung miteinzubeziehen.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc


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