Nur der Westen ist im debitistischen Durchlauf derart ausgereizt

Miesepeter, Sonntag, 22.11.2020, 13:25 (vor 56 Tagen) @ Joe681019 Views
bearbeitet von Miesepeter, Sonntag, 22.11.2020, 13:55

Hey Joe,

I said, Where you gonna run to now? Where you, where you gonna go?

Mir sind die Erklärungen noch nicht rund genug, denn es wird einseitig! nur der Westen, insbesondere zentral Europa, mittels Migration, Nachhaltigkeit und Gender Ideologie geschwächt.

Der ehemalige Ostblock wehrt sich erfolgreich, ebenso spielen in muslimischen, asiatischen Raum nur altbewährte Normen eine Rolle.

Nur der Westen benötigt eine neue starke Narrative, die den Staat dazu legitimiert, die alten Schuldenfesseln (wie Maastricht, Direktfinanzierungsverbot der Notenbanken usw) aufzuheben und dadurch in bisher unbekannten Grössenordnungen aufzuschulden.

In Osteuropa, Asien, und Afrika ist man in einer ganz anderen Phase, dort kommt man aus einer langen Phase der Staatswirtschaft, es gibt noch viel zu liberalisieren, viel privates und staatliches Verschuldungspotential. Dort gibt es keinen Bedarf für mehr Staatswirtschaft, sondern für mehr Privatwirtschaft. Entsprechend braucht man dort auch keine neue Narrative der Staatswirtschaft entwickeln.


Könnte es sein dass die westlichen Eliten die alternden, weissen Boomer finanziell plündern wollen? In den Medien wird ein Konflikt konstruiert, die alten weissen Männer sind Schuld an Umweltzerstörung, Rassismus und Benachteiligung von angeblichen Randgruppen.

Das ist eine Erzählung, welche sich alte weisse Männer zurechtlegen, um sich ihren Absturz in die Bedeutungslosigkeit zu erklären.

Niemand muss die alternden, weissen Boomer finanziell plündern. Soviel Reichtum, wie globale Unternehmen sich in allen Ländern der Welt erschliessen, soviel kann man den alten weissen Boomern gar nicht weg nehmen, zumal deren Reichtum auch nicht überschätzt werden sollte - der Bärenanteil des Vermögens wird von einer sehr kleinen Schicht gehalten, und die wird nicht geplündert, sondern eben durch jene Globalisierung permanent reicher.

Wenn jetzt die neuen Aufschuldungswellen der neuen Normalität starten, dann wird dabei sehr viel neuer "Reichtum" erzielbar sein. Warum überlässt denn die alte Mittelschicht dieses Feld anderen? Tut sie das überhaupt? Oder steht sie nicht vielmehr bereits in den Startlöchern, um ebenfalls davon zu profitieren?

Was bietet sich da besseres an als diese beschuldigte Generation in einem Medienkrieg finanziell auszubluten, all die erworbenen Rentenansprüche in Luft aufzulösen und so im großen Reset die Lasten bei den Boomern abzuladen.

Es ist der vorhersehbare Ablauf der debitististischen Dynamik, die dies zwingend mit sich bringt. PCM hat es in seinen Büchern bereits in den 1980er Jahren exakt beschrieben und hergeleitet, da hat die Globalisierung (welche selbst eine Spielverlängerung darstellte, so wie jetzt der kommende Ökofaschismus auch) noch niemand auf dem Schirm gehabt

Die Milliardäre bleiben weiterhin Milliardäre, die westlichen Eliten bekommen ein neues, durchgegendertes Mischvolk mit deutlich geringeren Ressourcen Bedarf.

Das kann man so ausdrücken, aber richtig ist auch folgendes:

  • Für diejenigen, die neu in dieses Mischvolk eintreten, ist es ein Resourcenzugewinn......
  • Es können nicht alle 7 Milliarden Menschen auf der Welt soviele Resourcen verbrauchen wie die westlichen Konsumenten
  • Die Eliten sehen sich heute als globale Eliten, nicht mehr als nationale Eliten, entsprechend auch mit globaler statt nationaler Verantwortung und Gestaltungswillen.
  • Eliten hat es in der menschlichen Geschichte immer gegeben. Es gibt keine Form der menschlichen Zivilisation, in welcher nicht die Eliten die Entscheidungen für die gesamte Gesellschaft treffen. Dabei sichern sich diese Eliten immer auch eine sehr privelegierte Position.

Ich verstehe die Trauer der klassischen westlichen Arbeiterschaft. Ihre Eliten haben sich von ihnen in gewissenem Masse losgesagt, sie identifizieren sich eher mit der Welt als der Nation. Und es sieht nicht danach aus, als gäbe es einen Weg zurück in das national eingegrenzte deutsche Sozialstaatsmodell der 60-70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Die Frage, die sich jeder stellen muss, ist doch: "Wie gehe ich mit dieser Tatsache um?"

Ich meine, zunächst einmal muss man die 5 Phasen der Trauer durchlaufen: Leugnen, Wut, Feilschen und Verhandeln, Depression und Annahme. Es macht wenig Sinn, endlos in den ersten beiden Phasen hängenzubleiben.

Wenn man das geschafft hat, dann ist der Weg frei, sich mit den neuen Verhältnissen analytisch und konstruktiv auseinanderzusetzen und sich zu überlegen, wo man selbst seinen Platz finden kann in einer wieder einmal veränderten Welt.

I'm goin' way down south
Way down where I can be free

Gruss,
mp


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