Verständnis und kein Verständnis

Otto Lidenbrock, Nordseeküste, Dienstag, 19.01.2021, 16:49 (vor 40 Tagen) @ BerndBorchert1052 Views

Auch in diesem Fall hätte ich Verständnis. Wer durch soziale Ächtung Nachteile im Erwerbsleben hätte, ist natürlich genötigt, sich dem unsinnigen Ritual zu unterwerfen, schließlich muss er in dieser Gesellschaft weiter existieren. Das gleiche gilt für die Vermeidung von Spannungen im privaten Bereich, insbesondere im engsten Familienkreis.

Mir geht es vor allem um die Bereiche, in denen das Maskentragen völlig idiotisch ist (im Freien, in Parks, im Wald, auf Parkplätzen) bzw. wo es auch nach einem Jahr überhaupt keine Evidenz dafür gibt (Geschäfte, Friseure etc.). Ich finde es schlimm, dass die Menschen stumpf Befehle befolgen, ohne sich über deren Sinnhaftigkeit Gedanken zu machen, eben das berüchtigte: "Ich habe nur Befehle befolgt!". Genauso schlimm empfinde ich devoten Opportunismus nach dem Motto: "Wenn ich alles mitmache, habe ich meine Ruhe."

Würden die Menschen aufhören, den Fernseher für sich denken zu lassen, wäre schon viel gewonnen.

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"Ich lege für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören."

Arthur Schopenhauer


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