Erfahrungen aus dem Alltag

Otto Lidenbrock, Nordseeküste, Dienstag, 19.01.2021, 11:55 (vor 40 Tagen) @ BerndBorchert2968 Views

Eine große Mehrheit der Bevölkerung glaubt immer noch, dass sie mit einem hochgefährlichen Virus konfrontiert ist und ist deswegen auch mit den getroffenen Maßnahmen im Großen und Ganzen einverstanden, da man über die Sinnhaftigkeit noch nicht nachgedacht hat. Viele sind der Meinung, dass eben irgendetwas getan werden muss, um die vom Fernseher propagierte Pandemie endgültig besiegen zu können. Ganz gleich, was die führenden Politiker beschließen, es muss ohne wenn und aber umgesetzt werden, schließlich ist das Vertrauen in die Obrigkeit nach wie vor ziemlich unbeschädigt.

Im Alltag sieht es so aus, dass das Tragen der Alltagsmaske mittlerweile völlig selbstverständlich geworden ist. Ich beobachte immer häufiger, dass die Maske auch im eigenen Pkw gar nicht mehr abgesetzt wird, wenn man von einem Ort zum anderen fährt. Menschen, die keine Maske tragen, werden z.T. beäugt, als ob sie von einem anderen Planeten stammen würden.

Ganz schlimm ist die Situation bei uns in der örtlichen Sparkassen-Filiale: Publikumsverkehr ohne vorherige Anmeldung gibt es mittlerweile gar nicht mehr; nur noch die Automaten sind frei zugänglich. Bei näherem Kontakt nach vorheriger Anmeldung wähnt man sich beim Eintritt in das Gebäude wie in einem Hochsicherheitslabor: Vermummte Gestalten weisen einen sofort nach Eintritt darauf hin, sich die Hände mit dem bereit stehenden Hygienespray zu desinfizieren. Es wird peinlich darauf geachtet, dem Kunden nicht zu nahe zu kommen und versteckt sich baldmöglichst hinter den überall herumstehenden Plexiglasscheiben.

Selbst bei der Tankstelle halten sich alle strickt an die verordneten Maßnahmen: Man steigt mit Maske aus dem Auto aus und behält diese auch während des Tankvorgangs vor Mund und Nase. Bezahlen ohne Mund-Nasen-Bedeckung ist bei einigen Tankstellen in meinem Umkreis auch mit ärztlichem Befreiungs-Attest nicht mehr möglich. Man wird darum gebeten, wieder nach draußen zu gehen und den Nachtschalter zu benutzen.

Ich frage mich, wie diese Neurose wieder aus den Menschen verschwinden soll? Da werden Heerscharen von Psychiatern und Psychologen Jahre brauchen, um dieses Verhalten wieder zu normalisieren.

Vielleicht reicht aber auch der Fernseher ...?

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"Ich lege für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören."

Arthur Schopenhauer


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