Deine Liebe zum Backen als eine Kulturleistung ehrt dich ja ....

Plancius, Montag, 16.01.2023, 19:46 (vor 21 Tagen) @ Echo1731 Views

Hallo @Echo,

... die meisten Menschen, abgesehen von den Naturvölkern, haben aber das Backen des täglich Brots schon lange abgelegt.

In meinem Dorf gab es bis zur Wende 1990 fünf Bäcker. Niemand hat zu Hause gebacken. Selbst die Bauern, denen man das Brotbacken noch zutraute, liefen zum Bäcker. Auch meine Großeltern und Urgroßeltern sind für Brot und Brötchen zum Bäcker gegangen. Wahrscheinlich haben unsere Vorfahren schon seit mindestens 200 Jahren das Brotbacken zu Hause aufgegeben. Man nutzt einfach die Vorteile der Arbeitsteilung.

Aber auch wenn man nach Frankreich fährt, nach Marokko, Oman usw. - auch in diesen Ländern kaufen die Einheimischen ihr Baguette oder ihr Fladenbrot beim Bäcker (wer hat schon solche Steinöfen zu Hause?). In Russland wird das Brot üblicherweise direkt vom SIL-Lkw herunter verkauft.

Wenn ich noch an das Brot und die Brötchen aus DDR-Zeiten denke, wo ich als Kind die Brötchen direkt aus der Backstube geholt habe. Kohlebeheizter Ofen, der Geruch, dem Bäcker zuschauen, wie er seine Teiglinge in den Ofen schob, das hatte schon was. Da kommen die heutigen Filialbäcker mit ihren Elektrobacköfen nie und nimmer mit.

Wenn das eigene Backen Spaß macht, warum nicht? Ich habe auch Spaß an meinem Gemüse- und Obstgarten und meinen eigenen Hühnern. Aber ich glaube, Backen wird auf absehbare Zeit eine Randerscheinung in der Gesellschaft bleiben.

Gruß Plancius

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Der Königsweg zu neuen Erkenntnissen ist nach wie vor der gesunde Menschenverstand.


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