Genau das ist es

helmut-1, Siebenbürgen, Montag, 20.06.2022, 21:13 (vor 15 Tagen) @ Arbeiter409 Views
bearbeitet von helmut-1, Montag, 20.06.2022, 21:19

Wenn ich aber dann töne, dass ich mit der weitaus überwiegenden Zahl der "Infizierten", egal ob mit oder ohne Nachwirkungen, kein Mitleid habe, weil sie meistens selbst dran schuld sind, dann wird der Aufschrei der Empörung kommen.

Das hört man immer: Ich war doch immer gesund, ich hatte keinerlei Beschwerden, usw. usw. Sich regelmäßig zu kontrollieren, auch mit großem Blutbild, etc., wer macht das denn schon, wenn er nichts spürt?

Ich nehme die Anregung eines Bekannten auf:

Schnapp Dir mal 100 Stk. von Leuten mit 50+, die von sich behaupten, kerngesund zu sein und schieb sie durch die Röhre. Da ist mit Sicherheit mehr als die Hälfte vom Ergebnis völlig überrascht. Die haben doch keine Ahnung, was sie bereits seit längerer Zeit ausbrüten.

Ein Beispiel meiner Wenigkeit:

Man hatte als Kind bei mir einen unvollständigen Rechtsschenkelblock am Herzen festgestellt. Ich glaube, damals war ich neun Jahre alt. Der Onkel Doktor des Herzens hat mir erklärt, dass ich mir damit kein Kopfweh machen muss, damit könnte ich 100 Jahre alt werden (was ich mir auch vorgenommen habe), solange ich gewisse Spielregeln beachte.

Diese Spielregeln beinhalten einen Verzicht darauf, was extreme dauernde Überbelastung ist. Nun, was hält ein Jugendlicher vom Onkel Doktor? Wenig. Ich hab mich nicht sonderlich dran gehalten. Als ehrgeiziges Arbeitstier hatte ich in der Lehrzeit schon mehr Überstunden als der Geselle mit seiner Regelarbeitszeit, und als es mal eng wurde, da klopfte ich auch schon mal sieben Tage in der Woche ein Programm von 6 Uhr früh bis 9 Uhr abends runter. Das Schlechte dabei waren meine 30 Zigarillos am Tag, sowie die damalige Mode mit Cola-Rum. So 4 - 5 Gläser am Tag, da kommt schon was zusammen. Wenigstens 1/4 lt. Rum, wobei das Cola vermutlich noch mehr Schaden angerichtet hat.

Ich hatte mit 16 Jahren schon meinen Exodus vollzogen, - ich erbte die Wohnung meiner verstorbenen Großmutter. Dann hats "bing" gemacht und ich bin so knapp drei Tage auf der Schnauze gelegen. Damals gabs kein Handy mit dem Notfallknopf. Am zweiten Tag bin ich von der Küche, wo ich mich auf dem Boden liegend gefunden habe, ins andere Zimmer gerobbt, wo mein Bett war. Kreislaufkollaps nannte man das damals.

Ich hab mir das gemerkt und mich danach gerichtet. Trotzdem meldete ich mich beim Militär zu einer Eliteeinheit, - aber ohne Nikotin und Alkohol. Dem hatte ich am Tag vor dem Einrücken (ich war bei 50 Zigaretten täglich gelandet) "ade" gesagt. Hab mich langsam in der Zeit des Grundwehrdienstes aufgebaut. Wenn die Kameraden in der Kneipe waren, bin ich um den Kasernenblock gelaufen. Alles gut überstanden. Klar hätte ich auch gerne mal an einem Marathonlauf teilgenommen, mit entsprechendem Vortraining, aber ich hatte irgendwie Schiss, auch heute noch. Aber neidisch bin ich schon auf die Opas, die da mitmachen.

Warum erzähle ich das alles:

Welcher Spitzensportler, der plötzlich zusammenklappt, wusste von seiner Vorerkrankung? Wer könnte einwandfrei nachweisen, dass er nach allen spezifischen Untersuchungen, die er durchlaufen ist, bevor es bei ihm "knacks" gemacht hat, absolut gesund war? Oder noch anders gefragt, - wieviele organische Erkrankungen werden bei noch so genauen Untersuchungen bei den Sportlern gar nicht erkannt? Bei mir hat es der Herzdoktor festgestellt, - mein Glück.

Ja, es gibt sicher Leute, die absolut gesund sind, aus genetischen Gründen, und auch aus ernährungstechnischen Gründen, und weil sie halt mitdenken. Die haben aber auch kein Problem mit der Tante Corona. Weder vorher noch nachher.

Das war der praktische und allgemein verständliche Teil meiner Antwort auf die zentrale Frage von Olivia. Die Antwort auf die wissenschaftliche Frage habe ich etwas weiter oben schon geliefert.


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