Ach Gott, liebe Olivia, Dir gefällt es, Dich an unbewiesenen Ideen zu erfreuen

helmut-1, Siebenbürgen, Samstag, 18.06.2022, 21:09 (vor 18 Tagen) @ Olivia562 Views
bearbeitet von helmut-1, Samstag, 18.06.2022, 21:14

Ich hab das gelesen, was Du an Meph geschrieben hast, ich hab mich auch mit dem Inhalt von diesem Doktor befasst. Ich versprech Dir, das ist aber das letzte Mal, dass ich mich mit einem derartigen Zeitaufwand solchen "Problemen" widme.

Mach Dir doch mal den Spaß, und lies das alles mal durch, was man im Frühjahr 2020 so hierzulande geschrieben hat.

https://www.zusammengegencorona.de/faqs/covid-19/coronavirus-kurz-erklaert/

Von der Fledermaus beginnend und dem Markt in Wuhan bis zur Feststellung, dass Frauen davon mehr betroffen sind, insbesondere bei Langzeitwirkungen. Stellt sich die Frage, ob die Neandertaler schon die Fledermäuse gegessen haben. Darüber hinaus die Gretchenfrage, ob die Neandertaler mit XY-Chromosom weniger bei der von diesem Doktor vermutmaßten Gen-Auswirkung vertreten sind als die Neandertalerinnen mit XX-Chromosom. Man könnte diesen Stumpfsinn bis zum Exzess weiterspinnen.

Aber Du hast ja richtig geschrieben: "Neandertal-Gen" kann zu Risiko führen.

Wenn ich die Straße ordnungsgemäß am Zebrastreifen überquere, kann es durchaus passieren, dass mich ein Auto anfährt. (passiert übrigens öfters in Rumänien)

Um auf Deine Antwort an Meph zu kommen:

deine Neandertaler-Gene müssen nicht zwangsläufig meinen Neandertaler-Genen entsprechen.

Klar, denn Du hast XX-Chromosom und er hat XY-Chromosom. Darüber schreibt der Herr Doktor aber nichts.

Ist doch spannend, was dabei alles heraus kommt.

Frage: Schaust Du im TV auch diese Filmserien "Star-Trek"? Nur so informativ frage ich das.

Ist doch interessant, wie sich die Einschätzungen im Laufe der Jahre verändern.

Dass sich die Einschätzungen laufend verändern, das ist die einzig richtige Aussage dabei. Für wen das interessant ist, - das ist hier die Gretchenfrage. Für mich nicht, denn ich fühl mich von solchen "Weisheiten" verarscht.

Wenn es eine ehrliche Studie wäre, dann müsste sie mit der Überschrift beginnen:

Wir stellen etwas in den Raum, was nicht bewiesen/nicht beweisbar ist und schon morgen aufgrund anderer Erkenntnisse "kalter Kaffee" sein kann.

Bin sehr gespannt, was in den nächsten Jahren noch alles auf uns zukommen wird.

Na, das ist ja schön, wenn das für Dich spannend ist. Weißt Du noch, wie lange es gebraucht hat, bis man die fatalen Auswirkungen eines Medikaments (nicht einer Krankheit oder eines Virus) abschließend beurteilen konnte? 5 Jahre hat das gebraucht. Das Medikament hieß "Contergan".

Fest steht eines:

Diese ganzen Studien werden hauptsächlich von denen finanziert, die den ganzen Mist der wirtschaftlichen Rezession durch die falschen Maßnahmen mit Lockdown etc. eingebrockt haben. Keiner von denen, die da in der Politik tätig waren oder noch sind, werden zulassen, dass man ihnen damit ans Schienbein tritt.

Hab mir mal die Studien vorgenommen, die seit einiger Zeit in Auftrag gegeben wurden, z.B. über die Langzeitfolgen.

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste_Gesundheitliche_Langzeitfolgen.html

Ich zitier mal da nur die Eingangssätze des RKI, die von "kann" und "möglich" und "noch nicht geklärt" nur so strotzen:

Im Zusammenhang mit einer vorangegangenen SARS-CoV-2-Infektion sind zahlreiche mögliche gesundheitliche Langzeitfolgen beobachtet worden. Hierzu zählt eine Vielfalt körperlicher, kognitiver und psychischer Symptome, welche die Funktionsfähigkeit im Alltag und Lebensqualität negativ beeinflussen. Die Beeinträchtigungen treten entweder bereits in der akuten Erkrankungsphase auf und bleiben längerfristig bestehen, oder sie treten im Verlauf von Wochen und Monaten nach der Infektion (wieder) auf. Dabei wird über sehr unterschiedliche Symptome berichtet, die allein oder auch in Kombination auftreten und von sehr unterschiedlicher Dauer sein können. Bislang lässt sich daher kein einheitliches Krankheitsbild abgrenzen. Zudem sind die zugrunde liegenden Mechanismen noch nicht geklärt, wobei Erkenntnisse hierzu dank intensiver Forschung fortlaufend hinzukommen.

Jetzt schaun ma mal, was da so geforscht und gefördert wird (Bundesministerium für Bildung und Forschung):

https://www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/downloads/_pressestelle/files/pdf-PM/192-faktenblat...

Ich nehm da mal ein Forschungsprojekt als Beispiel heraus:

PULMVASK-COVID-ISIE:

Titel: Pulmonalvaskuläre Dysfunktion als therapeutischer Ansatzpunkt
bei persistierender Belastungsdyspnoe nach COVID-19 – Identifikation
einfacher diagnostischer Parameter und symptomorientierter Therapie

Koordinatorin: PD Dr. Natascha Sommer

Medizinische Klinik II Universitätsklinikum Gießen

Projektpartner: Charité Berlin, Medizinische Hochschule Hannover, Universität München

Nach einer COVID-19 Erkrankung leiden einige Patientinnen und Patienten unter anhaltender Atemnot – ohne Anzeichen einer strukturellen Lungenerkrankung. Das erschwertneben der Diagnose auch die Ursachenforschung. Aktuelle Studien legen jedoch nahe, dass – ähnlich wie bei akuten COVID-19-Erkrankungen – auch die anhaltende Atemnot auf sog. pulmonalvaskuläre Veränderungen zurückzuführen ist.

Eine zuverlässige Diagnostik sowie therapeutische Ansätze zur Behandlung dieser Veränderungen fehlen aktuell. Das will das Projekt PulmVask-COVID-ISIE ändern. Dabei prüfen die Forschenden auch die Wirksamkeit einer Therapie, bei der die Betroffenen ein gefäßerweiterndes Medikament inhalieren.

Warum habe ich das mit rot hervorgehoben?

Bei der ganzen Auflistung findest Du keinen einzigen Forschungsauftrag, der zum Inhalt hat, dass man untersuchen will, ob die Behandlung auf der Intensiv mit Sauerstoff etc. eine Auswirkung auf die spätere Atemnot hat. Dem gegenüber gestellt, zu untersuchen, warum bei schweren Fällen von Covid-Verläufen, die mit anderen Methoden behandelt wurden (ohne Sauerstoffmaske, etc.), diese Langzeitfolgen der anhaltenden Atemnot nicht feststellbar sind.

Von den Auswirkungen der Spritzmanie auf die Gesundheit der Patienten, deren anschließende Langzeitfolgen, etc. etc. - da wird mit Sicherheit kein Forschungsauftrag erteilt werden.

Dafür gibt es Leute, die sich mit den Auswirkungen eines Neandertaler-Gens befassen und das "von hinten durch die Brust ins Aug" den Leuten so servieren, dass man davon fasziniert sein kann. Die Leute bekommen vermutlich auch Forschungsgelder von Regierungen, weil mit solchem Hunbug kann keinem Politiker ernsthafter Schaden zugefügt werden.

Dazu bietet sich noch die Möglichkeit, da mit Buchveröffentlichungen noch Kohle zu machen. Gehören natürlich immer zwei dazu, der eine, ders konstruiert und schreibt, und der andere, der das glaubt und das Buch kauft. Ich gehöre zu keinem der beiden Gruppen.

Aber vielleicht willst Du Dir das kaufen, was Herr Dr. Campbell da so verbreitet. Kann man übers Internet bestellen:

https://elibrary.pearson.de/book/99.150005/9783863268671

Warum hack ich da so drauf herum:

Es geht nicht gegen Dich, denn ich hab überhaupt nichts gegen Dich. Mir geht es um diese pseudowissenschaftlichen Veröffentlichungen, die zum einen keinen Bestand haben (also niemals von Dauer sind) und zum anderen ganz raffiniert immer im Konjunktiv verfasst sind.

Damit macht man die Leute verrückt, lenkt von den eigentlichen Ursachen und den durch die falschen Maßnahmen produzierten Folgen ab. Es gibt bei diesem Coronavirus ganz natürliche Abläufe, genauso wie natürliche Abwehrmechanismen und Vorsorgemethoden, die man aber von den Offiziellen verschweigt und deren Veröffentlichung man sogar attackiert. Zum Schaden eines beträchtlichen Teils der Bevölkerung.

Als "Alternative" serviert man den Leuten Erkenntnisse, die man ganz einfach mit 2 x 2 = 4 begründen und darstellen könnte, man das aber mit Sinus-Cosinus, Logarithmus und Näherungsberechnung auf das Ergebnis von 3,999999 (periodisch) derart kompliziert veröffentlicht, damit es Leute gibt, die darauf reinfallen und den Mist glauben. Ganz einfach deshalb, weils kompliziert und wissenschaftlich klingt, und man da sowieso nicht durchsteigt.

Aus diesem Grund hab ich damals auch an Xerxes diese Satire geschrieben:

https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=610700

Ich hab einfach was gegen des Kaisers neue Kleider.


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