Wahrscheinlich alles besser als Immobilien in Deutschland

Otto Lidenbrock, Nordseeküste, Montag, 21.11.2022, 11:35 (vor 6 Tagen) @ DT1408 Views

Mir fehlt bei Bargeld u. Aktien das Vertrauen in die Zukunft, wenn ich ehrlich bin. Was nützt mir eine Aktie mit aktuell satter Dividende, die innerhalb der nächsten 12 Monate vielleicht mehr als 50% abstürzt? Zumal eine Dividende freiwillig ausgezahlt wird u. bei entsprechend schlechter Geschäftslage auch stark gekürzt werden kann.

Konkret: Kaufe ich heute Aktien der Deutschen Telekom für 19 Euro u. der Kurs stürzt irgendwann genau so ab wie 2020, sind fast 40% meiner Investition erstmal weg, und ob und wann der Kurs wieder die ursprüngliche Marke erreicht, steht in den Sternen. Das ist eine Anlage für Menschen, die nach wie vor Vertrauen in die Zukunft unserer westlichen Wirtschaft haben - ich gehöre nicht dazu!

Edelmetalle sind schön und gut, aber in Deutschland möchte ich sie nicht gerne vergraben haben, ganz besonders, wenn das Finanzamt davon weiß. Auch hier kommt möglicherweise irgendwann das böse Erwachen in Form eines Goldbesitzverbots oder einer Vermögensabgabe. Silber ist zu schwer u. damit unhandlich, um größere Vermögenswerte darin zu speichern. Edelmetalle aus meiner Sicht nur, wenn man sie im EU-Ausland unterbringen kann.

Bargeld möchte ich aktuell nicht in größerer Menge halten, egal in welcher Währung - schon gar nicht in Euro!

Da wir alle keine Glaskugel besitzen und niemand auch nur annähernd voraussagen kann, was die Zukunft bringt, muss man tatsächlich diversifizieren, das ist vollkommen richtig! Trotzdem wären mir im Augenblick die genannten Anlageformen immer noch lieber, als Immobilien in Deutschland.

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"Eine Gesellschaft befindet sich im vorübergehenden oder finalen Verfall, wenn der gewöhnliche, gesunde Menschenverstand ungewöhnlich wird."

William Keith Chesterton


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