Zukunft von Immobilienwerten

Otto Lidenbrock, Nordseeküste, Samstag, 19.11.2022, 11:25 (vor 7 Tagen)5270 Views

Ich zerbreche mir gerade den Kopf darüber, was wohl in Zukunft in Deutschland mit Immobilienwerten geschehen wird?

Wie wahrscheinlich ist es, dass die Regierung eines Tages angesichts massiv steigender Geldnot die Steuerschraube in noch nie da gewesenem Ausmaß anziehen wird? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit eines Lastenausgleichs, wenn die Folgen der katastrophalen Politik der vergangenen Jahre richtig durchschlagen?

Wird sich die Vermietung oder Verpachtung eines Hauses bzw. einer landwirtschaftlichen Fläche dann überhaupt noch lohnen, oder werden die Abgaben höher ausfallen als die Rendite?

Wird es für Häuser in Zukunft absurde Klimaschutzauflagen geben, so dass man gezwungen sein wird, entweder sehr viel Geld (das man nicht hat) zu investieren, oder in einem fallenden Markt zu verkaufen?

Sollte man also angesichts der immer noch immens hohen Immobilienpreise jetzt noch verkaufen, oder doch besser den ganzen Irrsinn einfach aussitzen?

Was mir am meisten Kopfzerbrechen bereitet, ist die Frage, was man im Falle eines Verkaufs im Anschluss mit vielleicht mehreren Hunderttausend Euro anfangen soll?

- Akten kaufen, weil die ja langfristig sowieso immer steigen?

- Edelmetalle kaufen, weil dort die Werthaltigkeit nie ganz verloren geht?

- Cash auf dem Konto halten, weil die Märkte bald gewaltig fallen werden?

Allerdings wäre mir bei dem Gedanken, einige Hunderttausend Euro auf dem Girokonto zu halten, nicht besonders wohl, muss ich sagen.

Physische Edelmetalle sind leider nur sehr schwer so zu lagern, dass man nachts ruhig schlafen kann.

Aktien können durchaus gut gehen, allerdings ist die Gefahr eines Einbruchs um 80% oder mehr noch nicht vom Tisch. Den Verlust wieder rein zu bekommen, dürfte dann vielleicht Jahrzehnte dauern.

Was tun, fragt sich der um seine Zukunftsplanung beraubte Immobilienbesitzer.[[hae]]

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"Eine Gesellschaft befindet sich im vorübergehenden oder finalen Verfall, wenn der gewöhnliche, gesunde Menschenverstand ungewöhnlich wird."

William Keith Chesterton


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