Natürlich ist das eine Zwangsabgabe, denn man muss zahlen, egal, ob man es nutzt oder nicht. Eine verdeckte Steuer für ein "staatlich gelenktes" TV mit Unterhaltungsfunktionen

Olivia, Donnerstag, 10.06.2021, 12:20 (vor 11 Tagen) @ nereus1565 Views
bearbeitet von Olivia, Donnerstag, 10.06.2021, 12:32

Völlig abstruse Angelegenheit, die so nur durchgesetzt werden konnte, weil den meisten Menschen ARD und ZDF immer bekannt waren.

Ich weiß nicht, ob bereits vor dem Verfassungsgericht geprüft wurde, ob eine solche "Zwangsabgabe" überhaupt rechtlich zulässig ist. Der Staat möchte seine Bürger unabhängig von privaten Kanälen informieren können. Das ist verständlich, wenn man sich die Qualität der privaten Känale in D anschaut. Aber dann sollte er sich doch darauf beschränken, reine Informationssendungen aus dem Steuertopf zu zahlen und diese dann den Bürgern kostenfrei zur Verfügung stellen. Muss man halt an anderer Stellte sparen. Oder geht es darum, die ganzen "Filmschaffenden" vor dem Ruin zu retten, damit nicht US-Sender alles übernehmen? Aber auch da könnte man wohl eine andere, konstruktivere Lösung finden.

Die Gebühren belasten eh nur die Mittelschicht. Die "Armen" müssen nichts zahlen und den "Reichen" macht es nichts aus. Also ein weiteres Mittel, die Mittelschicht unter Druck zu stellen. Wobei natürlich auch noch die Überlegung mitspielen könnte, dass die "Zwangsabgabe" diejenigen Menschen, die "zahlen" müssen, dazu zwingt, genau ZDF/ARD etc. zu schauen und nicht noch zusätzliches Geld für US-Kanäle oder Sonstiges auszugeben. So gesehen ist das natürlich ein guter Schachzug, die Mittelschicht "auf Linie" zu halten. Wobei mir die "Netflix-Geneation" eh auf den Geist geht.

Prinzipiell halte ich es für sinnvoll, so etwas wie "staatliche Sendeanstalten" zu haben. Es ist zumindest ein Gegengewicht gegen die von reiner Profitgier getriebenen und zu allen Exzessen bereiten "privaten Sendeanstalten". Die Auswüchse der "Privatisierung" kann man derzeit an den US-Universitäten mit ihren geradezu irrwitzigen Abberationen und ihrem Hang zur Gewalt gegen "Andersdenkende" beobachten (Gender-Kult, Cancel-Kulture, Linksfaschismus, Einschüchterung bis zum Terrorismus und Rassismus).

Übrigens: Etliche der Dokumentarsendungen sind GUT! - Vielleicht hofft man, dass man dann den "Nicht-Netflixern" einiges an "Kultur-" und "Naturverständnis" nahebringen kann. Das sind ja meist alles solide Menschen und zuverlässige Steuerzahler. Diejeigen, die nix zahlen müssen, haben dagegen sicherlich noch das Geld, um zusätzlich "Netflix" zu buchen. :-) - Wie gesagt, es trifft nur die Mittelschicht.

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