4kW ist relativ viel (für eine Wärmepumpe)

Echo, Samstag, 16.03.2024, 16:03 (vor 33 Tagen) @ Dionysos2841 Views
bearbeitet von Echo, Samstag, 16.03.2024, 16:48

Ja, die Politik ist nervig und macht vieles unnötig kompliziert. Aber kein Mensch würde ernsthaft mehr als 4kW dauerhaft verbraten wollen, bei 24h Laufzeit sind das bei aktuellen günstigen Tarifen 26€ pro Tag. Wärmepumpen sind ja darauf ausgelegt, eher durchzulaufen statt getaktet zu werden. Mit einem Effizienzgrad von 300 bis 600 Prozent je nach Temperatur kann man mit 4kW Anschlusswert die meisten Buden die meiste Zeit des Jahres mollig warm einheizen. Der Heizstab zum Abtauen (feuchtes Wetter führt zu Vereisungen im Wärmetauscher) dürfte auch nicht mehr so super viel verbrauchen, moderne Anlagen machen das ebenfalls mit dem Kompressor. Rechne ich den Heizölverbrauch unseres 80er Jahre Hauses dieses milden Winters in Wärmepumpe um, reichen im Schnitt unter 1,5kW Anschlussleistung*. Wenn es richtig kalt wird, braucht man im Altbau sowieso was mit Brennstoff, was auch weiterhin erlaubt ist (typischerweise mit Schornsteinfegerzwang, würde es daher am liebsten komplett verbannen).

Auch das Warmwasser braucht nur ca. 0.5kW Anschlusswert und läuft ohnehin nur 3-7h am Tag. Die Abschaltungen gelten nur für wenige Stunden und sind auch nur bei Stromknappheit aktiv. Der Warmwasserboiler wird die meisten Monate im Jahr mit hauseigener Photovoltaik betrieben.

Dran denken: auch der Estrich ist eine Art Speicher. Wärmerückgewinnung ebenfalls hilfreich, bei Niedrigenergiehäusern quasi Standard. Will die Bevormundung nicht schönreden aber wir werden das schon in den Griff bekommen, so wie auch die Sache mit den Feinstaubplaketten. Sanierungsstau ist generell nicht gut und dass Energie teurer wird war seit der Ausrufung des Ende des Ölzeitalters abzusehen.

Wird nicht so heiß gegessen werden wie's gekocht wird. Das einzige was wirklich gegen Wärmepumpen spricht sind die künstlich hohen Strompreise und die fragwürdige Lebenserwartung mancher Geräte. Außerdem die Sache mit den gierigen Handwerkern. Wärmepumpen an sich sind recht billig produzierbar. Nachdem Kraftwerke und Netze und Speicheranschaffungen abgeschrieben sind werden ggf auch die Strompreise wieder sinken (Sonne selbst schickt keine Rechnung und die Teile sind mittlerweile spottbillig aber liefert im Winter nur wenig Photovoltaik-Strom). Ohne Strom läuft sowieso nix, nichtmal der Ölkessel.

*Meine Pi mal Daumen Rechnung: 2500 Liter Heizöl Jahresverbrauch entspricht 25000kWh Wärme. An 180 Tagen heizen, macht 5,8kWh je Stunde, bei COP von 4 (Die besten Anlagen schaffen COP 6, bei schlechtem Wetter ggf nur COP 3) sind das 1,45kW Dauerstrom. Kosten je 24h: Wärmepumpe: 9,40€ Heizöl: 13,89€.


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