Doch, indirekt schon.

Linder, Freitag, 16.07.2021, 14:03 (vor 20 Tagen) @ DT780 Views

Aber die Häuser, die gestern weggewaschen wurden, waren größtenteils Fachwerkhäuser und schon seit vielen Hundert Jahren an diesen Stellen. Die Schäden sind also grade NICHT dem Bevölkerungswachstum geschuldet.

Es wurden Flüsse begradigt und zusammengestaut und Flächen massiv versiegelt die früher Wiese, Wald oder Acker waren.
Richtig, diese Häuser standen schon vor Jahren dort, nur ist das kein Argument wenn andernorts ebenso versiegelte Fläche vorherrscht, der das Wasser, welches nun diese Häuser wegspülte, vor Jahrhunderten aufnahm, es jetzt aber nicht mehr kann.
Und natürlich ist das dem Bevölkerungswachstum geschuldet, denn die hinzugekommenen Bürger brauchen auch Platz zum Wohnen. Ganz davon abgesehen, dass wir heute viel mehr Wohnfläche beanspruchen als damals.

So ist das in einer Solidargemeinschaft, da trifft es auch mal welche die lange, lange Zeit alles richtig gemacht haben, schlussendlich aber doch dem Wandel der Zeit zum Opfer fielen.
Nichts hält ewig, auch kein Fachwerkhaus.
Früher musste die Masse am Wasser wohnen, denn es gab noch keine Autos. Heute ist es zwar ein Nice-to-have, nur eben halt auch manchmal sehr gefährlich, die Schifffahrstwege sind jedoch größtenteils für sie obsolet geworden. Es gibt demnach heute keinen rationalen Grund mehr nah an ein fließendes Gewässer zu bauen. Es gibt aber Verrückte, die Geld von der Versicherung kassierten und anstatt sich darüber zu freuen mit dem Leben davon gekommen und nicht finanziell ruiniert zu sein, ihr Haus wieder genau dort aufbauten wo es zuvor weggeschwemmt wurde. Das ist ein Fall für den Psychiater.

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◇◇◇ GENESEN - GELACHT - GELOCHT ◇◇◇


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