Sterbezahlen 2020 - aktuelle Prognose

Zooschauer, Dienstag, 19.01.2021, 15:54 (vor 48 Tagen)3052 Views

Hallo Gelbes,

es geistern im Netz wieder mal Zahlen und Posts von einer Untersterblichkeit in Deutschland 2020. Ich weiß nicht, wie sich "Übersterblichkeit" und "Untersterblichkeit" genau definieren. Aber wir werden 2020 definitiv mehr als 973.000 Sterbefälle haben - wenn man die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu Grunde legt. Das werden so viele Sterbefälle sein wie noch nie. Und das wird man in den Medien mit Sicherheit mit dramatischem Unterton rauf und runter erzählen.

Zu den Zahlen: Im Dezember habe ich bereits eine Prognose abgegeben und hab damals mal 964.000 Sterbefälle geschätzt. Damals lagen die Sterbefälle bis zum 22.11. vor.

Inzwischen liegen die Zahlen bis zum 20.12. vor. Bis dahin waren es 937.327 Sterbefälle. Und im Dezember hatten wir keinen Tag mit weniger als 3.200 Todesfällen.
Daraus ergibt sich für die letzten elf Tage bei geschätzt 3.300 Sterbefällen eine Gesamtsterbezahl, die über 973.000 liegt.

Zum Vergleich:
2016: 910 899 Todesfälle
2017: 932 263 Todesfälle
2018: 954 874 Todesfälle
2019: 939 520 Todesfälle

2020: 973.000 Todesfälle (geschätzt)

Es wird einen Kampf um die Deutungshoheit geben. Den werden alle die verlieren, die die Zahlen längst nicht so dramatisch interpretieren, wie es die medial beeinflusste Mehrheit tun wird. Der Kampf wird schnell entschieden sein. Und die unterlegene Seite wird sich in ihr Reservat zurückziehen müssen, wo es wegen des Zustroms von außen immer enger wird.

Ja, es sind mehr Tote als je zuvor. Aber längst nicht so viele, dass es berechtigt wäre, eine ganze Volkswirtschaft gegen die Wand knallen zu lassen und eine Gesellschaft zu spalten. Es wurde auch schon mal erwähnt, dass jetzt ohnehin jedes Jahr mehr Sterbefälle zu erwarten sind, weil derzeit eine geburtenstarke Generation ins Sterbealter gekommen ist. Bis 2015 starb die Generation, deren Männer im Krieg waren und zum großen Teil bereits damals gestorben sind. Bis 2015 hatten wir jahrelang Sterbezahlen unter 900.000. Seitdem geht es nach oben - so lange, bis sich der Pillenknick bemerkbar macht. Vor diesem Hintergrund sehe ich die Zahlen von 2020 nicht wirklich dramatisch.

Man wird mit dem Argument kommen: "Jaaa, aber wenn wir "die Maßnahmen" nicht gehabt hätten, dann!!!" Mag sein, aber das wird immer hypothetisch bleiben. In Schweden gab es ohne Lockdown von Sept. bis Dez. 40 Prozent mehr "Corona-Tote". In Deutschland waren 200 Prozent mehr. Wat nu?

Außerdem: Wer zählt die Verzweiflungstoten? Wer zählt die Selbstmorde, die wir mehr hatten? Ganz zu schweigen von denjenigen, die vielleicht nur deshalb einen schweren bis tödlichen Krankheitsverlauf hatten, weil allein die Diagnose "coronapositiv" die seelische Kellertüre geöffnet und den Patienten in ein angsterfülltes Loch hat fallen lassen, in dem auch das Immunsystem kaum noch Luft bekommt.

Ja, auch das ist hypothetisch. Und trotzdem sollte es zumindest mal erwähnt worden sein. Denn sonst erwähnt es ja kaum einer.

Alles Gute! :)


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