Machtbasierte debitistische Zwangläufigkeiten: Die Waffen sprechen!

Ostfriese, Sonntag, 24.03.2024, 13:21 (vor 26 Tagen) @ nereus1499 Views

Hallo nereus

Paul C. Martin zitiert im alten Elliott-Wellen-Forum den rumänischen Philosophen Émile Michel Cioran aus Der Absturz in die Zeit, 1980, als einem der bedeutendsten - aber völlig unbekannten - Aphoristiker des 20. Jahrhunderts und Meisterstilist der rumänischen und französischen Sprache mit den Sätzen:

Das Zentralorgan der sozialen Kultur ist kein Hort des Friedens, es ist eine Stätte der Gewalt.

Massenkrieg und Völkermord ... die Entfesselung absoluter Gewalt (ist) keine Regression in den primitiven Urzustand der Seele, kein Rückfall in die Barbarei. Die GEWALT ist selbst ein Erzeugnis der menschlichen KULTUR.

Daraufhin schreibt dottore nach vielen Jahren der unzähligen belegbaren historischen - den machtbasierten Debitismus bestätigenden - Beispielen:

Eine der vielen Tragödien des modernen Wissenschaftsbetriebes: Kein Ökonom kennt ihn und baut seine Ableitungen/Erkenntnisse daher nicht in seine Modelle ein. Das Phänomen kennen wir bestens: Dass der sog. "Wirtschaftstheorie" eine Abgaben- und damit Zwangs- und damit Waffentheorie vorgeschaltet werden müsste, nehmen die "Ökonomen" nicht nur Kenntnis. Sie setzen einfach mit dem "Wirtschaften" ein, ohne zu erklären, was es damit wohl auf sich hat bzw. wie es entstanden sein mag.

Paul C. Martins - den ganzen allumfassenden Code des machtbasierten Debitismus mit dessen Sog-Kraft beinhaltenden - Darlegungen sind in seinen beiden Sätzen

Die Welt läuft viel simpler ab als manche glauben. Bei der Macht entscheidet nicht die Ausübung derselben, sondern deren Beibehaltung. Dies bedeutet automatisch Expansion.

zu erkennen.

Dottore beschreibt die Unterschiede der jetzt aufeinandertreffenden Systeme:

Es gibt kein einziges ernstzunehmendes Buch, das den Übergang vom Sozialismus zum Kapitalismus richtig beschrieben bzw. in dieser existentiellen Frage gut beraten hätte.

Der Unterschied zwischen beide Systemen liegt nicht in "mehr Marktwirtschaft", "Reformen" etc., sondern einzig und allein in der Nicht-Existenz bzw. Existenz von Privateigentum. Dieses allein ist in der Lage den zu einer allgemeinen Verbesserung der Lage führenden debitistischen Prozess zu starten. Diese geschah in Russland nicht (genau so wenig wie in den alten Ländern bei uns, wo das Volkseigentum auch nicht an die Bevölkerung überschrieben wurde, an jeden einzelnen gleichmäßig, sondern der Staat DDR durch den Staat BRD ersetzt wurde, siehe Treuhand und die sich daraus ergebende neuerliche Fehlallokation der Ressourcen; …)

Das russisch-sozialistische Reich musste aus debitistischen Gründen des nichtvorhandenen beleihungsfähigen Privateigentums, des fehlenden terminlich fixierten sanktionsbewehrten auf Schulden lastenden Liquiditätsdrucks usw. implodieren - die Marktwirtschaft ist absolut sekundär. Der Markt ist nichts anderes als der Platz, wo sich die verschuldeten Eigentümer Schuldendeckungsmittel, alias Geld besorgen.

Wenn wirklich Frieden auf dieser Welt geschaffen werden soll, müssen zu allererst diese bösartigen Netzwerke zerschlagen werden, die seit Jahrzehnten das globale politische Klima vergiften.

Das freiwerdende Potenzial (Privateigentum, Verschuldungsfähigkeit, Nachschuldnerfindung usw.) des Raumes wurde gemäß @Phoenix5' Erkenntnis:

Und über allem schwebt der Debitismus, der seine Zyklen abspult, egal welche Tricks die Politik anwendet.

vom Westen unabhängig von mündlichen/schriftlichen oder sonstigen Vereinbarungen als brainwashing zwangsläufig, sonst sofortiger eigener Untergang, voll ausgeschöpft.

Gemäß dem hermetischen Prinzip der exponentiellen Entsprechung (Wie oben, so unten; wie unten, so oben) entspricht in dieser historischen Phase dem mehr und weniger harmonischen weiteren Aufstieg des Westes den zunächst chaotischen Verwerfungen des Abstiegs Russlands, in dem aber wieder das Potenzial seines jetzigen Aufstiegs zu beobachten ist, bedingt einerseits durch Gunnar Heinsohns und Otto Steigers eigentumstheoretischen Briefings der russischen Regierung in den 90er Jahren und andererseits aber auch durch die russische Aufrüstung gemäß dottores - und natürlich auch den Beratern bekannte - Erkenntnis:

Geld ist ein Kriegskind, nichts anderes. Ist es groß und stark, wird es zum Kriegsvater.

Die allseits festzustellende Desorientierung der westlichen Eliten ist ihrem intellektuellen Beharren auf überholten Prinzipien und der Tatsache geschuldet, dass weltweit an fast allen Universitäten und Akademien die im machtfreien Raum angesiedelte Neoklassik gelehrt wird.

Autoren, die vom süßen Nektar des machtbasierten Debitismus genascht haben, der natürlich Gift für die Neoklassik ist, haben wie Dr. Stelter (Eigentumsökonomik = Debitismus) den Blog bto im Moment um mehr 80% reduziert oder lassen wie Michael Stöcker (Die Analysen des Debitismus sind hilfreich für ein korrektes Verständnis unseres Geldsystems, aber Systeme scheitern in einem modernen dualen Fiat-Kreditgeld-Standard nicht am Vorher-Nachher-Problem (das kann monetär elegant über die Fiat-Schiene gelöst werden), sondern am Matthäus-Effekt. … Si vis pacem, para bellum. Das wusste schon Platon, der sich von daher für den wehrhaften Staat einsetzte. Daran hat sich bis heute leider nichts geändert.) und Renée Menéndez (Ich kann ja mal versuchen den kryptischen Satz, So ist das heutige Geld nicht nur eine Quittung für eine noch nicht erbrachte Steuer, sondern für eine niemals zu erbringender Steuer zu deuten, was in Unkenntnis der zeitlichen Abläufe der debitistischen Gegebenheiten nicht gelingt) seit geraumer Zeit ihre neoklassischen Blogs ruhen.

Wer will schon für Entsetzen sorgen (@Ashitaka).

Gruß - Ostfriese


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