Warum freiwillig loslassen, was man bereits erreicht hat?

Miesepeter, Samstag, 20.02.2021, 14:23 (vor 4 Tagen) @ Zooschauer2589 Views
bearbeitet von Miesepeter, Samstag, 20.02.2021, 15:22

Das hat Merkel gestern nach dem G7-Gipfel gesagt, zu sehen im folgenden Link (min. 2'27).

Da kann man ihr nur dankbar sein! Sie spricht offen aus, wo die Reise hingeht, noch klarer kann sie es verständlicherweise nicht ankündigen. Die Epidemie soll also bis zum Sankt Nimmerleinstag gehen, an dem offiziell weltweit ZeroCovid zertifiziert wird.

Was soll das? Aber was wollen die wirklich mit dieser Impfung?

Meine Spekulation ist, dass es um den sofortigen Umbau des westlichen Wirtschaftssystems geht. Um die hierzu geplanten Massnahmen zu rechtfertigen, reicht die Klima-Angst nicht aus, zuviele, insbesondere ältere Menschen, befinden sich dabei noch in Opposition. Weitere Krisen mit eigenen Rechtfertigungen für gleichwertige Massnahmen erhöhen insgesamt die Aktzeptanz für eine neue Normalität, die ohne die Krisenängste niemals umsetzbar wäre. Dazu zählen zb:

- Eliminierung des Flugverkehrs und der Reisefreiheit
- Eliminierung des Individualverkehrs (zb über Umstieg auf Elektrowagen mit anschliessender Rationierung des Stromverbrauchs: Graeme Maxton schlägt eine Ration von 3000km/Jahr/Person vor)
- Wirtschaftsrückbau im Westen (das geht auch bei "Wirtschaftswachstum": Autobau: -50%, Impfung-Pharmaindustrie, Kohlendioxidhandel, Green Certification Consulting: + 51%)
- Rückbau des materiellen Lebensstandards im Westen

Covid erlaubt einen grossen Sprung in diese Richtung, je länger man das über die Pandemie-Rhetorik aufrechterhalten kann, desto einfacher wird es, die weiteren geplanten Umbauten vorzunehmen. Erstens ist die verbleibende Wegstrecke kleiner, zweitens sind die Menschen bereits konditioniert.

Merkel spricht ja auch direkt an, dass nach der Pandemie (also bei CovidZero) ein Wiederaufbau erfolgen soll, der natürlich nachhaltig sein wird, also mit stark sinkendem Resourcenverbrauch, sinkendem Energieverbrauch und somit sinkendem materiellen Wohlstand im Westen einhergeht, bei gleichzeitiger Verringerung internationaler Einkommensunterschiede.

Eine derartige Verzichtsethik ist demokratisch nicht umzusetzen.

Maxton: Wenn man für die Lösung des Klimaproblems auf die Zustimmung von allen wartet, dauert es zu lange.

Ich werde mich jedenfalls nicht impfen lassen und bin gespannt, wo das hinführen wird. Ich weiß, dass ich bei weitem nicht der einzige sein werde. Was wird man dann mit uns machen? In einer "Demokratie"? In einem "freiheitlichen" "Rechtsstaat"? Es ist ja schon jetzt erkennbar, dass das alles nur noch hohles Gerede ist. Aber kann man dann wirklich einem Teil der Bevölkerung alle Rechte nehmen, nur weil sie sich nicht impfen lassen wollen?

Die Politiker wissen doch genau, dass eine 100%-ige Durchimpfung der Weltbevölkerung völlig unmöglich ist. Selbst die Impfung aller Bürger in einem einzigen Land ist ohne radikale Diktatur kaum vorstellbar, in vielen Ländern ist der Staat für so etwas viel zu schwach und unorganisiert.

Natürlich werden die Impfverweigerer dann als Sündenböcke dafür herhalten müssen, warum leider die Reisefreiheit immer noch nicht wiederhergestellt werden kann, warum die Autoindustrie ihre Absatzzahlen nicht halten kann und warum kleine Dinge des Alltags immer noch von oben reguliert werden müssen. Gäbe es keine Impfverweigerer, man müsste sie ebenso erfinden wie die neuen gefährlichen Mutationen, die leider eine erneute Durchimpfung unerlässlich machen, bevor CovidZero nun doch endlich erreicht werden kann.


Die schlimmsten Dystopien und Verschwörungstheorien sind voll dabei, wahr zu werden. Das hatte sich vor einem Jahr bereits angedeutet, und trotzdem bin überrascht, dass es jetzt schon so weit gekommen ist. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wo wir in einem weiteren Jahr sein werden...

Wie auch der Faschismus in den 1930er Jahren sich nicht in jedem Land der Welt durchsetzen konnte (und dort wo er es tat, ganz unterschiedliche Ausprägungen hatte), so wird auch die Entwicklung eines globalen Ökofaschismus nicht überall gleich erfolgen. Die Deutschen haben jedoch leider zweifelsohne ein Talent einer besonders puritanischen Weltanschauung und protestantischen Ethik.

Wo soll der Umbau also idealerweise beginnen?

Ich bin mir bewusst, dass diese Spekulationen meinerseits eine unterschwellig negative Einstellung zu dieser Entwicklung transportieren. Ich bin wie jeder Mensch subjektiv, geprägt durch meine Erfahrungen und Bewusstseinsinhalte. Diese sind wiederum stark beeinflusst von den Theorien eines konsensorientierten Liberalismus, mit welchen die Menschen in Europa in den 60er-90er Jahren aufgewachsen sind. Dieser Liberalismus hat seinen Zenit überschritten, entsprechend wird jede kommende Veränderung von liberal sozialisierten Menschen als negativ, womöglich sogar skandalös, empfunden werden. Menschen mit anderer Sozialisation werden das vermutlich ganz anders betrachten, wie ja auch eine grosse Anzahl der jungen Menschen in Westeuropa das heute anders empfindet, sie können den Moment gar nicht erwarten, dass dieser altbackene weisse Liberalismus endlich entsorgt wird, und der "Wissenschaftlichkeit" der "höheren Moral", der "globalen Gerechtigkeit" und der Nachhaltigkeit als neue zentrale Leitwerte Platz macht.

Jede Generation formt ihre Welt in Teilen neu. So wird es auch diesmal sein.

Ich versuche derweil, schon einmal den neuen Duktus der Wissenschaftlichkeit auswendig zu lernen. Auf zur Freude, zur Freiheit, zum Profit in der internationalen Nachhaltigskeitsrevolution.

So könnte man vielleicht sogar irgendwann die Deagel-Revolution hinkriegen, mit der Ukraine 32/33 als Vorbild.

Gruss,
mp


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