Coronaviren historisch

Taurec ⌂, München, Donnerstag, 11.02.2021, 12:45 (vor 90 Tagen) @ BerndBorchert1413 Views
bearbeitet von Taurec, Donnerstag, 11.02.2021, 12:55

Hallo!

Im Englischen auch: beides ist flu (von Influenza)

Eine Erkältung nennt sich im Englischen "cold". Für Grippe gibt es "flu" von "influenca", wobei vor Entdeckung der Influenzaviren offenbar identisch zum Deutschen "grippe" (von französisch "la grippe") existierte (etymologischer Ursprung ist wohl über das Germanische "grip" ⇒ "Griff", also "angegriffen sein").

Deine Unterscheidung Grippe vs. grippaler Infekt konnte ich beim Googlen bestätigt finden, auf alten Seiten vor 2020.

Das Suffix -al von dem lateinischen Suffix -alis bezeichnet Qualitäten in Bezug auf das zugrundeliegende Substantiv. Ein grippaler Infekt ist "grippeartig" (sozusagen "grippisch") aber nicht mit der Grippe identisch. Unter dieser Bezeichnung werden offenbar schon lange Erkältungskrankheiten zusammengefaßt, die oberflächlich an die Grippe erinnernde Symptome (aber in der Regel in schwächerer Form) hervorrufen, wobei das auslösende Virus unterschiedlicher Herkunft sein kann: "Rhino-, Entero- und Mastadenoviren oder den Familien der Corona- und Paramyxoviridae."
Erschwerend kommt hinzu, daß laut der englischen Wikipedia 10–15% der Erkältungen durch Influenzaviren hervorgerufen werden (offenbar leichte Grippeinfektionen umfassend, die mit Erkältungen verwechselt werden), was das Krankheitsbild weiter verwässert. [image]

Die Bennenung ist rein oberflächlich anhand der Symptomatik, was wohl der Tatsache geschuldet ist, daß die Erkältung die älteste und häufigste Krankheit überhaupt ist, welche die Menschen schon kannten, lange bevor die faustische Wissenschaft sie Viren zuordnete. Covid 19 ist allein aufgrund seiner Entstehung durch ein Coronavirus den grippalen Infekten zuzuordnen, aber keinesfalls der Influenza (bzw. "echten Grippe").

Wichtig wäre allerdings, ob Deine Behauptung, dass bislang junge Gesunde noch nie schwerwiegend von einem grippalen Infekt betroffen wurden (Tod oder schwere Nachwirkung), stimmt.

Dazu habe ich keine Daten und es liegen vermutlich auch keine vor, da dies zu selten gewesen wäre, um im Raster der wissenschaftlichen Aufmerksamkeit hängen zu bleiben. Ich vermute aber (eher intuitiv, bzw. wie es mir am stimmigsten erscheint) folgendes:

  • Auch die älteren Coronaviren haben anfangs in Einzelfällen bei jüngeren zu tödlichen Verläufen geführt, während sie es später bzw. heute weniger oder gar nicht mehr tun. Das Erstauftreten dieser älteren Coronaviren liegt aber in grauer Vorzeit, lange vor Beginn unserer Geschichtsschreibung oder wurde von älteren Zivilisationen nicht in heute wissenschaftlich verwertbarem Sinne erfaßt, da man Viren als Begrifflichkeit kennen muß, um neue Krankheiten trennscharf aus dem Rauschen filtern zu können. Wer hätte bei der Vielzahl möglicher Krankheits- und Todesursachen in der Vergangenheit ein Jüngere verstärkt (aber kaum merklich verstärkt!) tötendes Virus erkennen können, wenn schon Viren als Deutungsschema fehlen und man nur unzureichend nach Symptomen klassifiziert bzw. erst gar nicht nach der Todesursache (Erklärungsschema: "Gottes unergründlicher Wille") fragt?
    Wieviele junge Menschen starben früher Beispielsweise an "Lungenentzündung", wobei man keine Ahnung von der Entstehung der Lungenentzündung hatte und nur die Krankheit als Symptomatik kannte? Coronaviren könnten als Verursacher durchaus in Frage kommen, was sich aber nachträglich nicht mehr klären läßt. Der Krankheitsverlauf wäre mit Covid 19 durchaus identisch.
  • Selbst wenn in der Vergangenheit ein alteingesessenes Coronavirus einen jungen Menschen getötet hat, lagen womöglich erhebliche Vorerkrankungen vor, die als Todesursache bemüht worden wären oder wurden.
  • Da bis 2020 Coronaviren zwar als lästig, aber nicht als große Gefahr betrachtet wurden, wären die äußerst selten bei jungen Menschen aufgrund dessen auftretenden schwereren oder gar tödlichen Verläufe durchs Raster gefallen oder anders erklärt worden.

Es dürfte (vor allem uns als Laien) also kaum möglich sein, meine Behauptungen wissenschaftlich valide zu verifizieren. Eine Erhärtung dieses Deutungsansatzes würde erfolgen, wenn Covid 19 in ein paar Jahren oder in einer Generation im Grundrauschen der Erkältungskrankheiten verschwunden wäre (Normalisierung des gesellschaftlichen Wahnzustandes vorausgesetzt).

Gruß
Taurec

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