Demnächst (ab 2022) erst einmal kräftiges Wirtschaftswachstum

Ashitaka, Freitag, 31.07.2020, 15:44 (vor 14 Tagen) @ farmer2212 Views
bearbeitet von Ashitaka, Freitag, 31.07.2020, 16:17

Hallo farmer,

Ich verstehe die Welt nicht mehr, wo ist das Ende der Macht der Zentralbanken? [[wut]]

Wenn die Neukreditvergabe über längere Zeiträume global (und nicht nur kurzweilig bzw. auf einzelne Nationen begrenzt) ins Stocken gerät und die daraus resultierenden Geldeinheiten nicht mehr über die Wirtschaftsprozesse in die weltumspannenden Vorsorgesysteme der Versicherer, Pensionskassen, Treuhandgesellschaften, Fonds etc. wandern, um aus diesen x-fach wiederbeliehenen und komplex verschachtelten Vermögensprodukten heraus dem Staat weiter wachsende Verschuldung via Anleihen zu ermöglichen. Dann finanzieren die Zentralbanken direkt, dann gehen wir alle schnurrstracks in Haftung.

Doch bis dahin ist es ein weiter weg. Erst einmal werden die Staatsschulden bzw. deren Refinanzierungen über die nächsten Jahrzehnte konsolidiert. Die EU ist nun bestens gerüstet, wird in 10-20 Jahren aufgrund der Notwendigkeit, dass sie hochgeschuldet wird, sich der Aufrüstung verschrieben hat und Global Player am Anleihen-Parkett werden wird, schwer wiederzuerkennen sein. Die USA muss und wird niemand aufgrund der wahren, systemtragenden Querbeleihungen/-verhaftungen fallen lassen. Alles Theater.

Aktuell gilt nüchtern betrachtet: Staat und Zentralbanken schaffen durch die Corona-Krise und mittlerweile über 8 Billionen US-Dollar an Hilfen/Krediten/Haftungsfreistellung (und das ist gerade erst der Anfang) die besten Voraussetzungen für einen in den kommenden Jahren für die Klassiker und Untergangsfetischisten unerwartet kräftigen Wirtschaftsaufschwung, d.h. eine Zunahme der Kreditvergaben, wie sie aktuell kein Klassiker zu denken bereit ist.

Dem "kurzweiligen BIP-Einbruch" stehen nämlich nach der Bereinigungsphase gigantische Wiederbeleihungsrunden mit multiplikativen / exponentiellen Effekten bevor, die wohl nur wir Debitisten klar vor Augen haben. Aus 8 Billionen wird in 2-3 Jahren locker das dreifache an weltweiter Nachfrage (wieder zunehmend spekulativ) begründet werden. Und das frisst sich durch. So schnell wird auf der anderen Seite gar nicht getilgt, so weit kann sich die Wirtschaft gar nicht bereinigen. Es wurde viel über die immer kürzer werdenden Wiederbeleihungsrunden und den Effekten in diesem und dem alten Forum diskutiert.

Man muss diese Gesetzmässigkeiten mit ausreichend Abstand zur aktuellen Simulation einer globalen Pandemie, sowie der kontrollierten Bereinigung vieler für die Langzeit-BIP-Entwicklung unrelevanten Dienstleistungssektoren und insolvenzreifen Industrien betrachten. Das wird alles vorübergehen. Je heftiger, desto kürzer, desto besser werden es die Staaten auffangen können bzw. ihre Gewalt die Stimmung zwischen Angst und dann plötzlich zunehmendem Optimismus kontrollieren können.

https://www.imanet.org/insights-and-trends/global-economic-conditions-survey?ssopc=1

Dort der OECD advanced economy GDP Forecasts auf Seite 13 des aktuellen Quartalsberichts.

Herzlichst,

Ashitaka

--
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