Nicht Alois Irlmaier, sondern Andreas Rill - mT

Kiwi, Sonntag, 09.01.2022, 01:05 (vor 14 Tagen) @ ottoasta1752 Views
bearbeitet von Kiwi, Sonntag, 09.01.2022, 01:14

"Die ganze Lumperei kommt auf und es geht wild zu in den Staedten." Dieses Zitat stammt aus den zu Beginn des I. Weltkriegs verfassten sogenannten Feldpostbriefen von Andreas Rill. Dieser traf wohl waehrend einer voruebergehenden Stationierung seiner Kampfeinheit in einem elsaessischen Kloster auf einen Laienbruder, der prophetische Aussagen ueber drei Weltkriege machte. In zwei Feldpostbriefen an seine Frau wirft Rill die Prophezeiungen durcheinander und verwechselt offensichtlich mehrfach die drei Weltkriege. Dennoch sind die Briefe erstaunlich, da sie etwa das Dritte Reich mit interessanten Details voraussagen. Die Briefe wurden von Prof. Hans Bender wissenschaftlich auf Authentizitaet geprueft. Der "prophetische Franzose", welcher gegenueber Rill und dessen Offizieren die Prophezeiungen aeusserte, war nach eigenen Angaben ein ehemaliger hochgradiger Geheimbuendler, der "mit Gottes Hilfe diesen (den satanischen Geheimbuendlern) entronnen ist". Der prophetische Franzose, der Mitte 1918 als zu Gott bekehrter katholischer Laienbruder in einem elsaessischen Kloster lebte, plauderte offenbar ueber die Langfristplanung zu drei Weltkriegen aus dem Naehkaestchen. Rill hat diese langen Gespraeche offenbar nur bruchstueckhaft behalten und gibt sie in den sogenannten Feldpostbriefen wild durcheinander wieder. Wie gesagt, die Feldpostbriefe des Rill sind dennoch interessant.

Anders hingegen Alois Irlmaier, dies war ein bayerischer Brunnenbauer und Wuenschelrutengaenger. Er hatte Gesichte, seitdem er im I. Weltkrieg an der Front verschuettet gewesen war und dabei wohl eine Nahtoderfahrung machte. Mit Hilfe seiner Gesichte warnte er, wieder in der bayerischen Heimat, im II. Weltkrieg die Einheimischen. So warnte er etwa vor einem Bombeneinschlag in einen bestimmten Luftschutzbunker in Rosenheim (soweit ich mich an den Namen der Stadt recht erinnere), welcher dann auch prompt getroffen wurde. Dagegen sind die Irlmaier zugeschriebenen Zukunftsprophezeiungen zum III. Weltkrieg weitgehend von echten Sehern abgeschrieben und veraendert (etwa von Elena Aiello, Marie Julie Jahenny, Anna Maria Taigi, etc.). Dieses Faelschungswerk ist moeglicherweise Irlmaiers Verleger Conrad Adlmaier zuzuschreiben. Mit anderen Worten: Irlmaier war ein glaeubiger Mensch, der vielen Menschen half (vor allem nach dem II. Weltkrieg auch Eltern, deren Soehne an der Ostfront vermisst waren - Irlmaier konnte 'sehen', ob diese tot oder in Gefangenschaft waren).

Im Zusammehang mit Zukunftsprophetie kann man Alois Irlmaier jedoch vergessen. Ganz anders die von Dir zitierten Feldpostbriefe des Andreas Rill - diese sind lesenswert und interessant.

Gottes Segen waehrend des III. "Weltgeschehens" (so Rills Ausdrucksweise), in dessen Anfangsphase wir uns wohl befinden, wuenscht

Kiwi

PS: Verzeihung, ich hatte Taurecs Beitrag zunaechst uebersehen. Taurec hat die Verwechslung von Irlmaier und Rill bereits klargestellt.

Dass neben Irlmaier auch Rills Feldpostbriefe reine Faelschungen sind, ist moeglich aber viellecht zweifelhaft. Immerhin wurden die Feldpostbriefe von Prof. Hans Bender wissenschaftlich untersucht. Zudem hat sich auch Pater Frumentius Renner eingehend mit den Feldpostbriefen beschaeftigt. Pater Frumentius war ein Klosterbruder und Prophezeiungskenner, zudem der Beichtvater des (spaeteren) Heiligen Vaters Papst Benedikt.

Die Feldpostbriefe von Mitte 1918 sprechen fuer sich, da sie viele interessante Prophezeiungen zu drei Weltkriegen enthalten. Dagegen, dass es sich um Faelschungen handelt, spricht aus meiner Sicht, dass diese Voraussagen bunt durcheinander gewuerfelt sind und vielmals die verschiedenen Weltkriege verwechselt werden und zeitliche und logische Brueche enthalten sind. Dies spricht aus meiner Sicht eher fuer Authentizitaet der Feldpostbriefe.


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