Es besteht die Notwendigkeit eines Paradigma-Wechsel

Morpheus, Sonntag, 14.11.2021, 13:49 (vor 1529 Tagen) @ trosinette2787 Views

Hallo Schneider,

danke für die Rückfrage. Ich antworte mal kompakt, weil mir das wichtig ist.

Beherrschung ist notwendig, solange die Bevölkerung nicht in der Lage ist sich freiwillig selbst zu besteuern. Damit dezentrale Freiheit wirklich effizient funktionieren kann braucht es unsere heutige Technik, denn sonst ist eine dezentrale Organisationsform quantitativ nicht verwaltbar.

Zentrale Beherrschung ist eben viel einfacher, aber sie kommt an einem bestimmten Punkt, den wir heute erreicht haben, an ihre Ende. Wenn die Machthaber ihre Macht mit Psychotricks gegen die Bevölkerung durchsetzen und das Leid durch Kriege, Sanktionen, Umweltzerstörung und Korruption solch dramatischen Auswirkungen zeigt, muss diese Beherrschung beendet werden.

Dafür gibt es zwei Varianten.

1) der Untergang, weil die Menschen in großen und gerade den heute mächtigen Teilen der Welt ohne Gesellschaft nicht mehr überleben können.
2) deutlich mehr Freiheit, weil nur über mehr Freiheit mehr Leistungsfähigkeit zu erreichen ist. Und diese Leistungsfähigkeit benötigen wir, um den bisherigen Entwicklungsstand zu halten.

Freiheit ist überall anders und muss deshalb in kleinen Einheiten organisiert werden. Wir brauchen ein Geld, was diese kleinen Einheiten unterstützt und die wirtschaftliche Entwicklung gleichmäßig auf der Welt organisiert. Die Menschen müssen ihre gemeinsamen Belange gemeinsam und MIT ZWANG dezentral finanzieren.

Alles andere können die Menschen vor Ort selbst entscheiden. Es gibt eine ganze Menge zusätzliche Dinge, die man machen kann und soll. Was hier aber den Rahmen sprengen würde.

Warum Geld Freiheit brachte, liegt an dem Konsens zwischen schwachen Beraubten und starken Räubern. Eigentlich dürfen die Machthaber nur die Abgabe verlangen. Alles andere müss(t)en sie den Beraubten selbst überlassen. Das sie dies in der Praxis selten tun, weil sie die Beschränkung nicht kennen, führt dann am Ende stets zu ihrem Untergang.
Wie die Menschen ihre Abgabe erwirtschaften, ist vollständig ihnen überlassen. Das wäre schon ein hoher Grad an Freiheit, wenn die Herrscher so weise wären, ihn denn zu gewähren.

Eine Gesellschaft sehe ich mehr als kulturelle Gemeinschaft z.B. der deutschsprachigen. Sie sind ein verflochtener Zusammenschluss vieler Kommunen, die ihre sich aus der räumlichen Nähe ergebendes Potential nutzen bestimmte Aufgaben gemeinsam zu organisieren, weil das für alle Beteiligten effizienter ist. Es gibt keinen äußeren Zwang mehr, sondern nur freiwillige Selbstorganisation und da setzt sich Zusammenarbeit letztlich immer durch. Und am Ende wird es so sicher eine freie, globale, dezentrale menschliche Gesellschaft geben.

Es gibt weitere wichtige Aspekte, die aber das Thema hier nicht treffen.

Ist das jetzt verständlicher dargestellt?

Grüße
Morpheus

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