Der Staat kann bezahlen mit was er will,

Morpheus, Samstag, 13.11.2021, 19:28 (vor 1530 Tagen) @ Beo22864 Views

Hallo Beo2,

wenn die Menschen das bezahlte nicht brauchen, werden sie den Schergen nichts geben.

Und brauchen tun die Menschen das Geld, weil es als Steuern verlangt wird. Deshalb hat (z.B.) wertloses fälschungssicheres bedrucktes Papier einen Wert. Und Geld wird verlangt, ohne Teil einer Einnahme zu sein, in Form der Grundsteuer. Diese, außer für Obdachlose, stets vorhandene Zwangsabgabe, erzeugt dann weitere Abgaben, die dann anteilig verlangt werden.

Würde es diese erzwungene Nachfrage nicht geben, gäbe es auch keine Leistungsangebote der Untertanen an die Schergen, ihr Geld, aus dem Bezahlvorgang des Herrschers haben zu wollen. Die Menschen brauchten für sich keine (z.B.) Goldmünzen. Sie mussten sich diese besorgen, weil sie diese beim Herrscher abliefern mussten. Nur deshalb bieten sie den vorher damit bezahlten Schergen Waren und Dienstleistungen an. Dabei steht die Forderung stets vorher und unabhängig von jeden Einnahmen fest.

Wenn die Sparer, die sich Dollaranleihen gekauft hatten, jetzt merken, dass die Kaufkraft nachhaltig sinken wird, werden sie diese Anleihen zu sehr viel niedrigeren Preisen vorab verkaufen müssen. Das kann ganz schnell zu einer sich selbst verstärkenden Hyper-Inflation führen. Dann will niemand mehr das Geld haben, mit dem der Staat seine Angestellten bezahlt. Weil alle plötzlich zu viel davon haben. So behalten sie lieber ihre Waren oder/und gehen nicht arbeiten, weil der vereinbarte Verdienst nicht lohnt. Weil niemand für die früher vereinbarte Geldmenge des Gehalts noch die Warenmenge liefern wird, die man zum Zeitpunkt der Lohnvereinbarung bekam. Allenfalls werden Tagelöhner beschäftigt, die ihr Geld jeden Abend versuchen müssen in Waren zu tauschen, damit sie 1) zu essen haben und 2) einen angemessenen Gegenwert bekommen, weil er sonst am nächsten Tag schon deutlich niedriger liegen wird.

Der Wert oder die Kaufkraft von Geld liegt in seiner Knappheit für die große Mehrheit der Bevölkerung, die so gezwungen wird Geld erst zu beschaffen und dann abzuliefern. Was eben deshalb vorher erzwungenermaßen erarbeitet werden muss. Je höher die Abgaben, desto höher der Arbeitszwang. Deshalb arbeiten die Menschen heute in Deutschland wie die Verrückten. In der DDR war das Leben dagegen sehr gemütlich. Auch der hohe Verbrauch natürlicher Ressourcen in den Demokratien, lässt sich durch die hohen Abgabenquoten leicht erklären. Viele Arbeitsleistungen benötigen eben zusätzlich Rohstoffe und Energie. Wenn die Firmen für denselben Gewinn, dank hoher Abgaben doppelt so viel arbeiten müssen, verbrauchen sie auch doppelt so viel Rohstoffe und Energie. Der Staat mit seinen überhöhten Abgaben ist die Ursache für die Ausbeutung und die Umweltzerstörung. Denn viele Firmen, die exorbitante Gewinne machen, außerhalb der Finanzindustrie und weniger Monopolisten gibt es nicht.

Grüße
Morpheus

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