Effizienz ist beim Wirtschaften für alle Parteien wichtig

Morpheus, Freitag, 12.11.2021, 20:41 (vor 1532 Tagen) @ Mephistopheles3105 Views

Heute sehe ich den Machtaspekt von Geld deshalb deutlich anders. Die Beherrschung der Menschen mittels Geldes war das hilfreichste System, um die Entwicklung der Menschheit voranzubringen.

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Mittels Geld
Beherrschung der Kühe mittels Geld bringt die Entwicklung der Kühe voran. Sie glauben, sie sind frei, weil sie als dumme Kühe den Zaun nicht sehen können.

Guck Dir die Stadtmauern an, die es im Mittelalter noch reichlich gab. Heute können wir darauf verzichten, weil sich unsere Sicherheit verbessert hat und die Freiheit (bis in die 1970er) deutlich angestiegen war. Dass es seit den 1980ern abwärts ging mit der Freiheit ist der Unfähigkeit der Herrscher zu verdanken, die eben bei den Abgaben und den Ausgaben nicht Maß halten können.

Denn die Bewirtschaftung der Menschen mittels Geldes, erlaubte den Bewirtschafteten ein Leben in Freiheit, was sich, wegen seiner Leistungsfähigkeit gegenüber allen anderen Beherrschungsformen durchgesetzt hat. Überall dort, wo die Beherrschung der Menschen verloren ging oder geht, sind die Gesellschaften danach untergegangen.

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Ohne Geld
Die Kühe glauben nicht mehr, dass sie frei sind, wenn ihr Dasein auch Geldzwecken dienlich ist

Ja, und Menschen reagieren auf diesen Unterschied deutlich drastischer als Kühe, weil nicht die biologische Entwicklung (Muskelwachstum, Milchproduktion) genutzt wird, sondern aktive Arbeitsleistung. Was bei Kühen nicht der Fall ist und die so leider ihre biologische Produktivität nicht so sehr beeinflussen können, wie das bei aktiv zu erbringender Arbeitsleistung durch Menschen der Fall ist.

Das ist mit meiner Sicht leicht zu erklären: Geld erzeugt 1) einen Arbeitszwang und 2) einen Vorausplanungzwang. Wenn diese beiden Aspekte in einer Gesellschaft verloren gehen, weil ihre Einhaltung nicht erzwungen wird, gehen die Gesellschaften unter und danach prägt sich dann stets wieder das von dottore als widernatürlich angesehene Machtsystem erneut aus.

Gesellschaften können also nur als Zwangsgesellschaften existieren und dottore betrachtete das als widernatürlich. D`accord.

Das sehe ich eben deutlich anders. Vernünftige Menschen leben lieber in Sicherheit und sind dabei sogar bereit viel zu hohe Abstriche bei der Freiheit zu machen, wie man gerade bei Corona wieder sehen kann. Das die aktuellen Freiheitseinschränkungen die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft sehr deutlich reduziert haben, werden wir in Kürze alle sehr schmerzhaft erleben dürfen.

Was nach meiner Überzeugung sich ausprägte, weil es für die gesamte menschliche Population günstiger war und ist. Dottore und ich sehen ein Zweiklassen-System. Beide sind wir der Meinung, die Herrscher verhalten sich parasitär. Ich erkenne zusätzlich einen Konsens, zwischen Herrschern und Beherrschten, der sich bis heute fortsetzt. Der Konsens lautet, Führung ist notwendig, Steuern müssen sein. Dafür setzt sich auch der Beherrscher erheblichen Risiken aus, die seine Untertanen so nicht kennen. Herrschaft kann sinnvoll sein, wenn sie Maß halten würde. Für mich entstand der Konsens zwischen Herrschern und Beherrschten mit Beginn der neolithischen Revolution. Damals wurden in erheblichem Umfang Menschen von Menschen getötet, beraubt und versklavt, weil die menschlichen Populationen zu groß wurden. Diese Form der Aggression innerhalb einer Spezies kann man auch bei Ratten beobachten, wenn die Populationen zu groß werden.


Der Konsens entstand durch die Rentabilität. Es war für die meisten rentabler, in einem Zwangssystem Steuern zu bezahlen als als Wildbeuter keine Steuern zu bezahlen. Diese Rentabilität geht jedoch im Lauf der Zeit verloren, weil die Kosten der Aufrechterhaltng des Zwangsyystems schneller steigen als die Rendite. Damit fehlt die Basis für die Zustimmung der Beherrschten.

Arbeitsteilung und Spezialisierung sind sinnvolle Maßnahmen, die die Rentabilität steigern. Das lohnt sich für alle Beteiligten. Das Problem liegt in der Maßlosigkeit der Herrscher, die meinen, sie können die Abgaben ständig erhöhen, was eben nicht der Fall ist. Sie müssten sich nur auf die notwendigen Aufgaben konzentrieren und eben nicht die Freiheit der Menschen durch überhöhte Abgaben und sonstige Zwänge schmälern. Dann würde das System deutlich stabiler laufen. Vielleicht nicht auf ewig, aber hinreichend gut. Es liegt in der Unkenntnis der systemischen Zwänge.

Praktisch merkt man das nahende Ende an allgemein steigenden Steuern, darunter sind auch die Steuern der Zukunf gemeint, also die Schulden und an zunehmender Bevormundung. Dadurch geht die Zustimmung der Beherrschten sukzessive verloren.
Da die Beherrschten über keine aktiven Machtmittel verfügen, drückt sich die schwindende Zustimmung in zunehmendem passiven Widerstand und vermehrter Sabotage aus. Das steigert die Kosten noch schnller undsoweiter.

Ja, s.o. Der Untergang kommt immer schneller, wenn die Machtmittel willkürlich gegen die Untertanen eingesetzt werden und die Freiheit übermäßig beschränkt wird.

In dieser Zeit wurde die Grundlage des Systems gelegt, nach dem wir alle heute noch leben:
1. Feste Territorien, weil nur so das Konzept Schutz funktioniert, was die Sesshaftwerdung erklärt
2. Starke Menschen (Räuber) die schwache Menschen (Beraubte) schützen. Die Räuber werden statt der willkürlichen Wegnahme der Beute mit vordefinierten Leistungen versorgt. Die Schwachen dürfen dabei (im Idealfall) ihre Freiheit behalten, wenn sie nur ihre Abgaben stets leisten. Falls sie das nicht tun, sind Willkürstrafen (Gewalt) notwendig.


Leider ist es bissele anders als die Hirnzuscheißung einem suggeriert. Die Beraubten sind nicht schwächer und die Räuber sind nicht stärker, sondern Raub erbringt ganz einfach über eine lange Zeit eine höhere Rendite als Selbsterzeugung.

Ja, aber man kann auch sagen, dass der verstetigte Raub über maßvolle Abgaben viel mehr Rendite bringt, als der einmalige Raub verbunden mit dem Töten oder der Versklavung der Beraubten. Und für die Beraubten sieht die Sache mit der Rendite genauso aus. Einen Teil der Rendite abzugeben, um nicht ermordet oder versklavt zu werden, scheint historisch gesehen ein attraktives Modell gewesen zu sein.

Das dieser Konsens auch für die Schwachen klar von Vorteil ist. Das ist der Grund, warum diese, für dottore negative Form des Zusammenlebens, nach jedem Untergang stets wieder auflebte. Aus verständlichen Gründen konzentrierte sich die Frage hier im Forum stets darauf: wie lange kann das Spiel noch laufen? Dottore warnte seit den 1980er Jahren vor dem Untergang und konzentrierte seine Betrachtungen sehr stark auf das Thema Schulden, zusätzliches Geld für den Zins und Staatsschulden.

Schulden sind ein Wechsel auf die Zukunft. Sie vernichten also die Zukunft einer Gesellschaft.

Ich finde so pauschal kann man das nicht sagen. Es gibt sehr wohl sinnvolle Investitionen in Produktionsmittel, die die Zukunft einer Gesellschaft verbessern. Bei Staatschulden ist das sicher richtig. Da sind wir aber wieder bei den übersteigerten Ausgaben der Herrscher, die sich nicht auf ihre notwendige Kernkompetenz beschränken wollen.

Bei den zusätzlichen Geld für die Zinsen sehe ich die Sachte genau so wie @Beo2 das hier unter „Erstens“ darstellt. Die zeitlichen Probleme bei der Geldbeschaffung ………………….


Je verworrener die Gedanken, um so länger die Texte.

Das sind ja tolle inhaltliche Argumente. Könntest Du bitte erklären was verworren ist, dann wäre ich in der Lage es deutlicher zu erklären.

Regionle Begrenzung des Geldumlaufs bedeutet regionale Stromnetze und regionale Straßenverkehrsnetze, regionale Bergwerke und wo an jeder Landkreisgrenze eine Straßen-, Strom-, Telefon-, Import- und Exportsteuer entrichtet werden muss. Außerdem bedeutet das natürlich regionale Universitäten, regionale Forschung und Entwicklung, regionale Bergwerke, regionale Energieversorgung usw. Mittelalter, wir kommen!

Sorry, kauft und verkauft Deutschland heute Strom nach Polen? Gibt es keine Straßenverbindungen ins benachbarte Ausland? Überregionale Bergwerke sind mir noch nirgendwo aufgefallen, genauso wenig wie überregionale Universitäten. All das was Du hier anführst sind andere Konzepte, die mit Geld nur sekundär zu tun haben. Prinzipiell ist der Umtausch von einer Währung in die andere heute mittels Computer kein großes und kostenintensives Verfahren. Dass die Anbieter in diesen Bereichen ihre Kunden heute bei Geldumtausch mit hohen Gebühren abzocken liegt an den Monopolen im Zahlungsverkehr. Aber diese Diskussion möchte ich an dieser Stelle nicht weiterführen, weil es um den Geld-Aspekt gehen soll. Dafür können wir gerne bei Gelegenheit einen anderen Faden aufmachen.

Grüße
Morpheus

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