Gut, dann war die Kaufkraft sehr niedrig

Morpheus, Samstag, 13.11.2021, 18:13 (vor 1529 Tagen) @ Manuel H.2883 Views

Hallo Manuel H.

denn ab den 1970ern hatten die meisten Menschen ständig mehr Ostmark als sie sinnvoll in Waren oder Dienstleistungen eintauschen konnten, auch weil die Preise für Grundnahrungsmittel und Leistungen des täglichen Bedarfs sehr niedrig festgelegt waren.

Aber genau durch diesen Überschuss an Geld, war eben niemand gezwungen zu arbeiten und somit Waren anzubieten. Denn jeder hatte bereits genug Geld. Dafür war das Leben der DDR-Bürger extrem gemütlich und lebenswert. Geld sorgt nur dann für eine Warenversorgung, wenn es knapp ist. Die Menschen müssen arbeiten, kreativ sein, um sich das knappe Geld zu besorgen, um es dann als Steuer abzuliefern. Das erlebten die Menschen nach der Wiedervereinigung sehr schmerzhaft, als es mit der finanziellen Sicherheit und der Gemütlichkeit der DDR vorbei war.

Normalerweise stellt sich die Knappheit des Geldes selbst wieder her, indem die Preise steigen. Der Geldüberhang wird dann durch Inflation wieder aufgebraucht. Das hat die DDR-Regierung durch Preisfestschreibungen verhindert und so musste sie deutlich schneller untergehen, als die BRD-Regierung.

Grüße
Morpheus

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