Eine Begründung im Sinne von Spengler sehe ich nicht.
Lieber Mephistopheles,
Die Ursache ist schlicht und ergreifend, dass der Mensch biologisch als Folge seiner langen Evolution an eine Massengesellschaft nicht angepasst ist, sondern an die Sippe.
Der Mensch hält es nicht aus, wenn die Mehrzahl seiner Artgenossen, denen er begegnet, ihm nicht bekannt ist.
Der Mensch hält es nicht aus, wegen Raummangel, wenn er in einer Mietwohnung wohnen muss statt frei im Feld umherzuschweifen mit seinen Sippenangeehörigen. Das führt bei ihm zu Streß, einer Überproduktion von Cortisol und zur Fluchtreaktion. Bloß weg hier!
Bei einem Urbanisierungsgrad, der sich fast überall auf der Welt über 60 oft nahe 80 Prozent bewegt, ist diese ganze Aussage keine Erklärung für einen Untergang und ich kann Dir sagen, ich lebte Jahrzehnte in der größten deutschen Stadt mit drei Millionen anderen Deutschen und ich kann Dir versichern, mich hat das früher kein bisschen gestresst. Heute, seitdem in meinen Umkreis von 4 km seit fast zehn Jahren nur 12 Personen leben, sieht das etwas anders aus, aber das ist ein anderes Thema und sicher KEIN Grund für einen Untergang im Sinne von Spengler.
Das ist wie bei den Lemmingen. Die halten es auch nicht aus, wenn sie dauernd Artgenossen begegnen und versuchen zu flüchten. Dahin, wo keine Lemminge sind. Leider ist dort das Meer.
Weder hilfreich, noch sinnvoll und schon gar nicht konstruktiv.
Das ist wie bei den Mäusen von Calhoun, die nicht mehr Sozialverhalten erlernen, sondern sich separieren und keinen Nachwuchs mehr zeugen können.
Weder hilfreich, noch sinnvoll und schon gar nicht konstruktiv.
Das ist wie bei der Hefe, die im Hefeparadies landet, nämlich Zuckerwasser ohne Ende und dann an ihren eigenen Aussscheidungsprodukten, dem Alkohol, erstickt. *)
Weder hilfreich, noch sinnvoll und schon gar nicht konstruktiv.
Das ist wie bei den Balkterien in einer Petrischale, die ihre Verehrung einstellen, lange bevor die Petrischale mit Bakterein gefüllt ist, obwohl es noch Nährstoffe ohne Ende gibt.
Weder hilfreich, noch sinnvoll und schon gar nicht konstruktiv.
*) Ich vermute, das bei enem Zivilisationsabbruch weit mehr Menschen an den Seuchen, verursacht durch ihre Ausscheidungsprodukte, die nicht mehr abtransportiert werden, sterben werden, als an Hunger.
Weder hilfreich, noch sinnvoll und schon gar nicht konstruktiv.
Ich glaube beim besten Willen nicht, dass Spengler eines dieser Argumente verwenden würde oder im Zusammenhang mit seinen Erkenntnissen als sinnvoll erachten würde. Ich empfinde Deine Beiträge als destruktiv, leider seit geraumer Zeit fast immer. Und das liegt nicht primär am Inhalt selbst, sondern in erster Linie, wie du den Inhalt verbal transportierst. Das hat so etwas von Einschüchterungsversuchen mit einem großen Totschlagshammer. Oder ich verstehe Deinen Humor einfach nicht. Ich finde es nur schade so unsere aller Energie zu vergeuden.
Ich behaupte, um noch mal einen sachlichen Versuch zu machen, es liegt an dem Ungleichgewicht von herrschender Klasse und Untertanen. Die Herrschenden saugen zu viel von den Ressourcen der arbeitenden Untertanen ab, diese können/dürfen sich nicht wehren, weil sie ja gehorchen müssen und deshalb kommt es stets zyklisch zum Kollaps von Gesellschaften.
In der Regel passiert das dann via Deflation oder Inflation. Und beenden lässt sich dieser Zwang zum wiederkehren Kollaps nur, wenn wir die herrschende Klasse ausschalten. Natürlich nicht die Menschen umbringen, sondern die Gesellschaftsstruktur entsprechend umbauen.
Grüße
Morpheus
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