Entwicklung der Währungen - Abkoppeln vom US-Dollar Monopol

Rheingold2, Montag, 18.09.2023, 09:26 (vor 308 Tagen)5251 Views

Als Kurator der Rheingold-Initiative, bei dem es um eine komplmentäre Währung zu den Landeswährungen geht, interessieren mich die aktuellen Entwicklungen natürlich sehr.

Jedoch sind die Infos, die einen erreichen, gelinde gesagt widersprüchlich oder gar desinformierend.

Beispiel-Zitat
Zwei Drittel des Handels werden immer noch in Dollar und Euro abgewickelt ‒ der chinesische Yuan macht nur 3 Prozent aus. Indien weigert sich, den Yuan zu verwenden. Und es besteht ein riesiges Ungleichgewicht zwischen Russland und Indien: 40 Milliarden Rupien liegen auf den Konten russischer Exporteure und können nirgendwo hinfließen. Eine Priorität ist die Stärkung des Vertrauens in den Rubel: Er sollte sowohl von Indien als auch von China akzeptiert werden. Und ein digitaler Rubel wird zu einer Notwendigkeit.


Was soll hier mit "des Handels" gemeint sein? Der weltweite Handel, der, den Russland mit dem Ausland veranstaltet?
Wieso weigert sich Indien, den Yuan zu verwenden. Als ich in Kerala, Indien in einem lokalen Supermarkt war, war ich über zwei Dinge erstaunt:
A) Ich kann nur vom Optischen ausgehen. Die Lebensmittel würden in Deutschland nicht auf dem Markt kommen, sondern vermutlich als Handelsklasse 3 rubriziert werden.
B) Bei den meisten Lebensmitteln war China als Herkunft angezeigt. China scheint für Indien ein bedeutender Lebensmittel-Lieferant zu sein.

40 Milliarden Rupien klingt beeindruckend, sind aber nur 400 Millionen Euro. Wieso können die nirgends hinfließen? Erinnert mich an Rheingolder mit in der Rheingold Community besonders beliebten Produkten, die dann stöhnten, dass ihre Ladenkassen sich mit Rheingold füllen, die sie nicht wieder ausgeben können.

Wo wären denn solche Devisenüberschüsse zu Zeiten des Dollar-Monopols hingeflossen?

Wieso braucht es plötzlich (und im Artikel unbegründet) einen digitalen Rubel, zumal girale Rubel sowieso schon digital sind? Devisenüberschüsse wurden doch noch nie per Schiffsladungen Bargeld zwischen den Ländern hin- und hergeschoben (oder doch?), sondern auf den jeweiligen Korrespondenzkonten der Länder verbucht.

Wieso braucht es 30 bis 40 Jahre, um sich vom US-Dollar-Monopol zu lösen?

Wenn ich irgendwas zur Thematik "Geld" lese (in volkswirtschaftlichen Zusammenhängen) wird plötzlich alles unklar, mit gaga-Zahlen (irgendwelche Prozentveränderungen ohne Hinweis zu irgendwelchen Rechengrundlagen) versehen und terminologisch irreführend. (Niemand kann und will Geld denken?)

Hat hier einer einen Durchblick zu internationalen Währungsverhältnissen?

Erinnert mich an meine kognitive Dissonanz in der Vergangenheit. Jährlich wurde der sagenhafte Exportüberschuß der BRD bejubelt und wehe, der stieg nicht jedes Jahr. Exportüberschuß bedeutet aber nichts weiter als. BRD liefert Waren und erhält keine Waren in retour, sondern höchstens Schuldzettel. Meine Rheingolder wollten alle keine Exportüberschüsse, sondern Waren. Nur für die BRD soll das irrsinnig vorteilhaft gewesen sein weil es Arbeit schaffe. Das sahen die Rheingolder ganz anders, arbeiten müssen gegen Zettel, die man dann nicht ausgibt, wollten die nicht, wir als Kollektiv aber schon.

Wo sind eigentlich die Exportüberschüsse hin? Wir müßten doch jetzt nach Jahrzehnten von Exportüberschüssen mit Schuldzetteln aller Herren Länder hier alles mit Onkel-Dagobert-Duck-Geldspeichern vollgepflastert haben?

https://freeassange.rtde.live/asien/180908-in-wladiwostok-erhebt-sich-russische/


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