Den Weg versucht man auch in Bangkok einzuschlagen ...

NST ⌂, Südthailand, Donnerstag, 17.11.2022, 12:01 (vor 14 Tagen) @ DT2143 Views
bearbeitet von NST, Donnerstag, 17.11.2022, 12:28

Und man hat sich nicht wie in einem KZ oder auf einem Kasernenhof gefühlt, sondern wurde die ganze Zeit höflich und zuvorkommend, asiatisch eben, behandelt.

.... hier baut man am 2. Singapur. Der Sohn lebt derzeit in einem Condo - zusammen mit einem Kollegen, kostet 10.000 Baht/mtl. plus Strom. Ich selbst war noch nicht dort, kenne es nur über Smartphone Aufnahmen. In etwa entspricht es einem Hühnerkäfig mit etwas mehr Freilauf.

Man findet einfach keine billigeren Wohnungen, im Umfeld der Uni - Anfahrtsweg immer noch eine knappe halbe Stunde mit U-Bahn. Dieses Condo gehört einer Person aus Malaysia - keine Seltenheit solche Wertanlagen durch andere Asiaten. Gesamte Fläche etwa 35m2 incl. Toilette, in einem 8 stöckigen Komplex. Die Condos im direkten Umfeld der Uni - etwa gleiche Grösse und mehr als den doppelten Preis. Dort in Hochhäuser mit mindestens 25 Stockwerken. Es gibt dort einen Pool und Fitnessräume, für die Hausbewohner.

Bei den Hochhäusern, kann man im Regelfall nicht einmal die Fenster öffnen - alles wird über Klimaanlagen geregelt. Oberhalb von 8 Stockwerken, kann man auch keine Teppen mehr benutzen, ohne daraus eine sportliche Anstrengung zu machen. Kochen im klassischen Sinne geht nicht - das Essen muss schon zubereitet eingenommen werden.

Dieses Condo des Sohnes dürfte etwa 2,x Millionen Baht kosten - in den Hochhäusern noch mal 1 Million mehr. Langsam ab 5 km - von der Uni weg in BKK wird es dann preiswerter, die Hühnerkäfige werden zu Hasenställen - also mehr Fläche fürs gleiche Geld, der Rest bleibt gleich. Ab 2 km bis zur nächsten U-Bahnstation/BTS - kann man sich auch etwa 6x m2 leisten. Dann dauert aber der Arbeitsweg ins Zentrum etwa 1 std - im normalen Verkehr.

Vieles mit den Arbeitswegen wird sich in Zukunft ändern, auch in Asien. Wie der Sohn künftig leben will, ist noch nicht klar .... die Zeit wird das zeigen.

Hier wo wir jetzt unser Haus haben, ist genug Fläche - wir haben 400 m2 in einer Siedlung - und 6 Hektar Waldgebiet. Das alles in Schuss zu halten, wird im Alter schwieriger ... ohne Fremde geht dann nichts mehr.

Wenn aus meinen Vorstellungen Realität wird, wird alles für mich noch einige Stufen einfacher und der bekannte Komfort sinkt auf das aller notwendigste. So wünsche ich mir das - aber da bin ich wohl eine Ausnahme. Die heutigen Jungen finden Hasenställe und Hühnerkäfige schick .... und alles was so ein Leben mit sich bringt.

Ja, sauber ist es in den Käfigen und der Umgang der Bewohner ist relativ friedlich - alles erinnert mich an die Arbeitsumgebung in Reinräumen. Die ganz Neuen, die noch gar nicht selbständig laufen können, bevorzugen wohl eher echte Reinräume und man gewöhnt die Vorgänger schon einmal daran.

Die Zukunft zeigt ein klares Bild, für Asien und für den Westen. Nur gut, dass ich die Wahl längst getroffen habe.
Das schnelle Herumreisen von Kontinent zu Kontinent in den Blechbüchsen - das ich selbst praktiziert habe, braucht man als Mensch nicht. Menschen in den heute üblichen Grosstädten wohl auch nicht. Ob ich damit richtig liegt, wird die Evolution zeigen. Sollte ich richtig liegen, braucht es all die Transportmittel nicht, die Städte wohl auch nicht und jene die darin leben ebenso wenig. Solange Menschen das zu entscheiden haben, wird sich daran wohl nichts verändern ....
Gruss

--
Buntschland bald platt?
Mir doch egal, solange mein Geld aus dem Bankomaten, mein Strom aus der Dose, mein WiFi aus der Luft, mein Wasser aus dem Hahn und meine Fressalien auf den Tisch kommen! [[freude]] ©n0by
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