Die Türe leise hinter sich schließen

Oblomow, Leipzig, Mittwoch, 24.11.2021, 18:35 (vor 2 Tagen)6626 Views

Nix mehr tun. Nach Hause gehn. Zu sich kommen. Kein Hassel um die Knete. Spazieren gehn. Zu sich kommen. Kraft sammeln für das, was kommen wird, der ganz große Scheiss nach dem kleinen Scheiß. Leckre Sachen essen, gute Gespräche. Das Wesentliche entdecken. Keine Angst mehr haben und an die Lächerlichkeit denken. Endlich Tolstoi lesen, Moby Dick, Spengler. Mal in ein Verhältnis zu Gott treten, wegen mir auch dazu Nein sagen. Anderen Gutes tun, kleine Gesten. Die Bäume, die Bäche, die Tiere. Es begrüßen, dass nichts bleibt wie es war. Nix mehr tun: Oblomowerei als Widerstand. Aufhören zu funktionieren. Ganz leise die Tür hinter sich zumachen. Vor allem nicht mehr arbeiten und daraus Sinn holen. Einfach mal Pause machen bis man kapiert, um was es geht. Nach Hause gehn. Nix mehr tun.
Das Spiel ist aus...

O.

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„Von einem gewissen Punkt gibt es keine Rückkehr mehr. Dieser Punkt ist zu erreichen.“ F.K.


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