Nicht das System ist das Problem, sondern die Rückkoppelung und Steuerung

mh-ing, Freitag, 01.10.2021, 15:14 (vor 313 Tagen) @ Morpheus797 Views

Hallo Morpheus,
ich bin kein Autor, der so lange sich da in solchen Dingen auslassen kann und eher im technischen knapp. Daher mein Punkt zu dieser Idee des Buchs:
Ansatz ist doch, die Welt, die Abläufe usw. zum einen richtig zu verstehen und mit einer richtigen Modellannahme auch ein besseres Modell für die Zukunft zu enden. All die Überlegung zu Eigentum, Schulden, Freiheit und Unfreiheit enden doch in der Frage, wie ein besseres System aussehen kann und sollte. Dazu gibt es enorm viele Ansätze, Lösungen, Konzepte, die sich im Widerstreit oft befinden und so viele Gräben machen. Aus meiner Sicht aber ist das System letztlich egal. Wir können sowohl mit König, Diktator oder Elitenkaste oder kommunistischem System zurecht kommen. In allen Systemen ist eigentlich ein vernünftiges Leben und Exisiteren möglich. Das zeigen all die bisherigen Erfahrungen. Nur -das ist das Problem - führen alle System irgendwann zu einem katastrophalen Absturz, einen Zusammenbruch der jeweiligen Zivilisation. Wir sind hier eben genau auch da an diesem Knackpunkt und der Absturz steht uns auch bevor.

Aber warum muss das so sein? Geht es nicht besser?

Mein Ansatz ist, dass man sich an der Natur das ansehen kann und dort ist eben nicht der Fall gegeben, dass eine Entwicklung ungebremst oder gar selbstverstärkend in das Fiasko führt, sondern es gibt immer Gegenregulation, Steuerung und Ausgleich, so dass das System sich in einer Bandbreite immer in Balance hält, somit selbst in Katastrophen, Teilabsturz usw. immer wieder neu gut justieren kann.

Dieses Prinzip gilt es auf die menschliche Struktur zu übertragen und zu übernehmen. Es muss zu jedem Part einen Gegenpart geben, eine Steuerung mit Gegensteuerung. Es darf kein Parameter grenzenlos wachsen, sondern muss systemimmanent gedämpft werden.

Daher das aber ist der Haken. Der Staat erhöht die Ausgaben, verschwendet Geld, baut Bürokratie auf, vermüllt sich in Verordnungen, bis der Staat von dieser Struktur so überlastet ist, dass er daran zugrunde gehen wird. Die Reichen sammeln Geld ohne Ende und immer mehr und mehr, bis eben das System hier bricht (Aufstand, Währungsabsturz ...).

Mein Ansatz ist daher, dass man solche aus dem Ruder laufenden Parameter erkennt und Gegensteuerung sich überlegt. Das wäre aus meiner Sicht besser und dann mit diesen Parametern ist das politische System eher eine Randfrage, nicht die zentrale Frage.


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