Bei der Disposition von USD-Guthaben möchte die russische Föderation halt nicht vom Wohlwollen unserer amerikanischen Verbündeten abhängig sein

paranoia, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Donnerstag, 03.06.2021, 19:31 (vor 12 Tagen) @ mabraton2279 Views
bearbeitet von paranoia, Donnerstag, 03.06.2021, 19:39

Hallo mabraton,

man kann davon ausgehen, dass der lange Arm unserer amerikanischen Verbündeten nicht nur bis zu Inlandsbanken reicht, sondern darüber hinaus.

Wenn also die russische Föderation USD-Guthaben bei der First National Bank of Tuvalu hält, die selber kein Konto bei der Fed hat, sonder JP Morgan Chase als USD-Korrespondenzverbindung benutzt, dann reichen Sanktionen über JP Morgan Chase hinaus - bis nach Tuvalu oder Takatuka-Land. Hätte die First National ein Konto direkt bei der Fed, wäre es noch einfacher.

Nicht nur die Sanktionen geben Anlass zum Schutz des Portemonnaies:
Es reicht das Versprechen des Briefwahlpräsidenten, den Killerpräsidenten bestrafen zu wollen.

Darüber hinaus geht es sicherlich auch darum, sich der Überwachung des internationalen Zahlungsverkehrs zu entziehen.

Nicht die Nutzung des US-Dollars als Währung für Zahlungen, wie ja hier immer wieder gerne behauptet wird, sichert den USA eine Vormachtsstellung, sondern die Reservehaltung in USD und USD-Wertpapieren des amerikanischen Schatzamts. Verschwindet die Haltung von USD-Valuta bis hin zur Behandlung des Dollars als heiße Kartoffel, dann kann sich die Fed totdrucken das Schatzamt emittieren wie blöde, sie schwimmen nur im eigenen Saft, das heißt, mit diesem Dollar kann man im Ausland nichts mehr kaufen.

Wenn das passiert, müssen halt die Verbündeten zum Einspringen bewegt werden. :)

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.


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