Weil sich hier Viele ihre persönliche Energiewende basteln wollen, m. E. infantil - ein Hinweis: Die Folgen bitte bedenken.

Hannes, Mittwoch, 14.06.2023, 21:00 (vor 992 Tagen)8288 Views
bearbeitet von Hannes, Mittwoch, 14.06.2023, 21:53

Guten Abend!
Hier, in Sachsen-Anhalt, müssen private Haushalte vergleichsweise höhere Strompreise zahlen, als beispielsweise im Süden Deutschlands. Grund: Letztere haben nicht so stark in den Ausbau erneuerbarer Energien investiert.

Ein Bayer mag die Verspargelung seiner Heimat nicht. Auch nicht der Schwabe. Ferner: Der "Stromautobahnen" sind auch nicht beliebt dort, aber nötig, wenn ...

Gern wird aber durch die schwäbische Hausfrau im Osten in Öko investiert und Grün gewählt, um so den Osten wie wir das jetzt haben zu verspargeln. Und: Die "Elektrosmog"-Angst noch in Erinnerung? Ja bloß keine Hochspannungsleitung am Dorf vorbei, nicht an unserem ...

Jeder Idiot wird inzwischen wissen, dass das ganze grüne Zeugs den Osten technisch bedingt viel Geld kostet, sogar Schäuble – schrieb ich hier – sagte vor Jahren: Die Energiewende gibt es nicht zum Nulltarif. Es wurde deutlich angekündigt, aber man erinnerte sich lieber an die Kugel Eis vom Trittin.

Ich nenne das System „asozial“, wiederholt! Denn es ist kein Geheimnis, dass es den grünen Filz gibt, verharmlosend ausgedrückt. Durchaus der Mafia ähnlich m. E. - Allerdings global, nix siziliano ...

Und, in sogenannte „Grüne Energie“ zu investieren (wie sind wir blöde geworden – Strom hat keine Farbe, Energie sowieso nicht, aber egal …) ist ja als hochmoralisch allerorten üblich, über jeden Verdacht erhaben bis in die höchsten Managements der Konzerne denkt man so.

Der Staat hat den Preis vorgegeben, für diesen Strom. Das kenne ich aus der DDR (Zentraler Artikel-Katalog mit Fixpreisen ZAK), nämlich durch das sog. Merit-Order-Prinzip. Die Erzeuger von Strom aus Windenergie sollen damit den Strompreis zwischen 2020 und 2022 verneunfacht haben. Kann sein, es war nur 6,24876-fach, aber egal: Die staatlichen Eingriffe brachten uns höchste Strompreise, das ist Fakt.

Asozial, weil der grüne Filz profitiert, Umverteilung von unten nach "grünem" Investor (nein, die sind nicht wirklich grün).

Nun wollen (siehe Beiträge im Forum hier) die Habenichtse mit den von ihnen (agit-prop-mäßig stolz seit Jahren von Öko-Spinnern so genannten, siehe meine alten Beiträge hier) "Guerilla-Kraftwerken", auch und gerade im progressiven Berlin gefördert, als wirklich kleine Fische mit den großen Haien ins grüne Becken … Lächerlich. Wahrlich, ich sage Euch: Sie kriegen Euch alle ... Und leider mich auch reißen die mit.
[[nono]]

Der Osten zahlt also hohe Netzentgelte, weil die Sonne dem Osten nun eine Rechnung geschickt hat, und der Wind auch, infantil, das himmlische Kind.

Dezentral ist eben teurer, und ich schrieb hier, dass ich als Techniker das durchaus faszinierend finde und mir das auch aufgebaut habe, Batterie/Netz umschaltbar, schon Jahrzehnte. Jetzt machen die ein vordergründig idiotisches Gesetz, dass JEDE DIESER PV-ANLAGEN DEM STAAT ZU MELDEN WÄRE, Ausnahme keine, OK: Auf der Alm droben nimmer, fast wortwörtlich so in der Verordnung. Na, klingelts?
[[wut]]

OK, ich bin dafür, sich PV-Module an den Balkon zu schrauben für Jedermann. Dann aber technisch sicher und auf eigene Rechnung. Ich meine, die so erzeugten Mehrkosten draufschlagen - nicht asozial die ganz Armen das bezahlen lassen! Kosten, die da sind: Netzausbau, Digitale Speicherzähler, Software, kurz, der Mehraufwand durch Balkonkraftwerke muss ertragsmindernd sein.

Warum werden die von den Öko-Spinnern sein Jahren so genannten Guerilla-Kraftwerke gefördert? Na, ne Idee?
[[kotz]]

Hier die Netzentgelte ad hoc als Überblick:

[image]Quelle: https://www.enet.eu/aktuelles/stromnetzentgelte-im-bundeslandvergleich

An wen geht das Geld der Ossis? Geld ist nicht weg, es hat nur Wer (?) anderer, sagt man.

Unser Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann gestern dazu: „Aktuell müssen Verbraucher ausgerechnet in denjenigen Ländern höhere Netzentgelte zahlen, die sich in den vergangenen Jahren besonders stark beim Ausbau erneuerbarer Energien engagiert haben. Die Logik, dass die dadurch entstehenden Lasten der Netzentgelte von den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort aufgebracht werden müssen, erschließt sich mir nicht. Ich halte sie für falsch und bemängele sie seit geraumer Zeit. Besonders ärgerlich ist es, wenn dann ausgerechnet jene Bundesländer im Süden Deutschlands, die sich in den vergangenen Jahren dem Ausbau erneuerbarer Energien sowie dem Netzausbau mit Vehemenz entgegengestellt haben, zugleich von niedrigen Strompreisen profitieren. Das kann so nicht bleiben!

Oha, da wird sich der Schwabe Kretschmann aber verschrecken … Noch mehr Schreck:
"Ich persönlich habe eine Pelletheizung geordert. Die ist schon geliefert worden, aber noch nicht eingebaut." Der baden-württembergische Regierungschef spricht sich im SWR-Interview dafür aus, die legale Einwanderung zu erleichtern, um mehr Fachkräfte nach Deutschland zu holen. Ausländische Berufsabschlüsse müssten leichter anerkannt werden, fordert Kretschmann." Quelle: https://www.swr.de/swraktuell/radio/kretschmann-fordert-weniger-druck-fuer-haeuslebauer...

Schrecklich, was neuerdings alles so für Folgen auftauchen, von seiner "grünen" Politik. Wird er nun völlig zerschreckt seine uns beispielhaft als so vorbildlich empfohlene private Pelletheizungsanlage verscheuern müssen (in Rumänien noch Interesse?), damit er Geld hat, und entsprechend seinem persönlichen Anteil als Verursacher im Amt meinen Windpark in Sachsen-Anhalt und dessen Folgekosten querfinanzieren kann, rückwirkend selbstverständlich?

Wieso fällt mir da die olle Forderung der Linken ein, die Energieversorgung zu monopolisieren, in Staatshand zu geben?

Warum nicht gleich mit Einheitspartei, Fünfjahresplan und Energiekontingentierungen, staatlicher Plankommission und staatlichen Energetikern in den Betrieben zur Energieverbrauchs-Kontrolle?

Gern nun auch wieder eine Staatssicherheit, oder? Eine staatliche Truppe, die auf dem neuesten Stand der Technik ist und schädliche Subjekte aufspürt, beispielsweise klimaschädliche Elemente der Gesellschaft? Via Fernmelde-Sensoren bis in die letzte Hütte? Stromverbrauch, Heizverhalten … einfach alles muss der Staat nun wissen! Weil es so viele Guerilla-Kraftwerke gibt, jeder Techniker, ach was, die Wissenschaft sagt, dass das nun sein muss, Totalüberwachung, wegen der Netzstabilität. Wenn es die Wissenschaft sagt, muss es wohl sein ... Alternativlos sozusagen.

Wieso fällt mir das dabei ein?
Antwort: Weil ich es erlebt habe. Zwar nur national klein klein im RGW - aber das System, was da nun global gebastelt wird, kenne ich schon.

Macht mal nur so weiter. Aber das korrekte Melden nicht vergessen, bitte. Ohne das wird die Energiewende nicht gelingen. Wäre ja noch schöner, wenn da Jeder seine PV-Anlage einfach so, unangemeldet sich basteln dürfte, egoistisch sich außerhalb des Kollektivs begebend.

Aber unser Klima-Minister H. hat das Problem schon erkannt und wird Maßnahmen ergreifen:
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat angekündigt, dass der Bund bei der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Donnerstag einen Vorstoß für eine Reform der Netzentgelte für Strom vorlegen will. «Ich denke, dass wir dort einen Vorschlag machen als Bundesregierung, wo wir sagen werden, das ist der Arbeitsauftrag, da wollen wir hin», sagte Habeck am Montag beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum im brandenburgischen Bad Saarow südlich von Berlin.

Quelle: https://live.vodafone.de/regional/berlinbrandenburg/strom-habeck-will-vorschlag-fuer-re...

Bitte macht nicht alles mit, wenn Ihr Euch schon nicht wehrt. "Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken." Erich Kästner

H.


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