Das gibts auch ganz ohne Drogen am Lebensende...

Andudu, Dienstag, 25.04.2023, 08:48 (vor 1041 Tagen) @ Ikonoklast2987 Views
bearbeitet von Andudu, Dienstag, 25.04.2023, 08:53

Im Internet gibt es Erfahrungsberichte von Tripps, die dem der Nahtoderfahrung deines Verwandten ähneln. Die Konsumenten konnten mit ihren Verstorbenen kommunizieren, was ihnen schließlich die Angst vor dem Tod genommen hat.

Ich lese gerade "Die Träume der Sterbenden - Warum wir den Tod nicht fürchten müssen"
von Dr. med. Christopher Kerr und Carine Mardorissan

Der Mann hat als Arzt in einem Hospiz (Sterbehaus) gearbeitet und hat eine Studie zu den Visionen und "Träumen" der Sterbenden gemacht, inklusive Videointerviews usw. Das Buch empfehle ich bedingt, es ist eher für "normale Leute" geschrieben (keine nennenswerten Statistiken etc. dafür viele emotionale Geschichten seiner Patienten und was sie erlebten), aber es behandelt ein Thema, welches mir so noch nicht bewusst war.

Nahtodesvisionen treten, in der ein oder anderen Form, angeblich bei 80% der Sterbenden auf (natürlich nur, wenn es eine längere Sterbephase gibt, manche fallen ja auch einfach tot um).

Dabei verschwimmt Tages- und Schlafbewusstsein zunehmends, aber, ich zitiere mal:
"Wenn wir sie baten, die Wirklichkeitsnähe ihrer Lebensenderfahrungen... einzuschätzen, nannten die meisten die Höchstzahl... unabhängig davon, ob diese Visionen im Schlaf, bei Wachzustand oder in beiden Zuständen eintraten".
S.71 aus dem Buch

Es muss sich extrem realistisch anfühlen. Der gemeinsame Nenner: bei vielen treten fast ausschließlich verstorbene Freunde oder Angehörige auf (Dr. Kerr geht nicht darauf ein, ob und was das bedeutet, das Buch enthält keinerlei Esoterik oder Anomalistikforschung).

Die Erlebnisse sind auch bei jeder Person andere. Von der Mutter, die vor versammelter Verwandtschaft scheinbar ihr früher verstorbenes Baby in den Armen wiegt, über "Besuche" der längst dahingeschiedenen Eltern, bis zu Aufarbeitungs- und Beruhigungsträumen.

Ich meine ja nur: die Erfahrungen scheinen sehr wichtig zu sein, es besteht bei Drogenkonsum die Gefahr, dass sich das mit drogeninduzierten Halluzinationen vermischt und dadurch entwertet wird. Aber was weiß ich schon, vielleicht verstärkt es das auch nur.


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