Wir erleben, wenn wir es jetzt erleben, vor allem eines...

Mephistopheles, Montag, 22.08.2022, 20:57 (vor 1278 Tagen) @ Rain3928 Views

Daher ist es ökonomisch (kurzfristig gesehen) durchaus sinnvoll, den Mund zu halten, mit den Wölfen zu heulen.

Es gibt, seit der (faktischen) Abschaffung des Eigentums aufgrund der durch die allumfassende Arbeitsteilung erzeugten Abhängigkeit aller von allen auch keine andere Möglichkeit. Ein erfolgreicher Aufstand hierzulande hätte nur zur Folge, dass alle, ausnahmslos alle Aufständischen und wahrschenlch ein Großteil der Duckmäuser mit dazu - verhungern würden. Die Revolution konnte 1917 nur in Russland stattfinden, weil Russland noch großteils agrarisch geprägt war mit sehr wenig Arbeitsteilung. In jedem Industrieland wäre sie bereits damals in kürzester Zeit gescheitert.

Dazu kommt, daß das Leben mittlerweile so komplex und überbürokratisiert ist, daß die Mehrzahl der Unternehmer keine Zeit hat, eigenständig politische Informationen einzuholen. Man schaut die Tagesschau, weiß, was alle wissen und käut das wieder, im sicheren Wissen, damit auf der sicheren Seite zu sein.

Und wenn es schiefgeht, hat man von Allem nichts gewußt und war im Widerstand und alles ist wieder gut.

Davon ab: Deutschland ist so von grünem Filz durchzogen, dass das ganze Land, so wie der ÖRR unreformierbar ist.

Wie unser ITler immer sagte: "Never change a running system."

Wenns aber nicht mehr läuft, muß es neu aufgesetzt werden. Und das erleben wir jetzt.

Wir erleben, wenn wir das erleben, dass es nicht neu aufgesetzt werden kann. Ein Neustart ist unmöglich. Versuche mal einen Wagen auf der Autobahn bei einem Motorkrepierer in voller Fahrt neu zu starten.

Gruß Mephistopheles


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung