Das Virus "huscht" über die Rachenschleimhaut

Otto Lidenbrock, Nordseeküste, Mittwoch, 14.10.2020, 12:06 (vor 7 Tagen) @ Naclador647 Views

Drosten hat die Tests entwickelt auf Grundlage der Genomdaten, die er aus China bekommen hat. Auf welcher Grundlage sollte er sonst einen Test entwickeln? Um ein Genom zu sequenzieren, braucht man zunächst einmal das entsprechende Lebewesen. Der Virus ist also in China im Labor offenbar erfolgreich angezüchtet worden, also gibt es ihn auch. Sonst müsste man annehmen, dass die Sequenzdaten in China einfach frei erfunden wurden.

Gegen diese Annahme sprechen aber die Ergebnisse der PCR-Tests, die einen absolut typischen Verlauf für eine saisonale Atemwegserkrankung zeigen. Das spricht sehr dafür, dass der Test tatsächlich Coronaviren nachweist. Über die Spezifität bezüglich SARS-CoV-2 lässt sich streiten. Offenbar werden auch andere Coronaviren positiv getestet. Zumindest ist das nicht a priori auszuschließen.

Der PCR-Test weist eben nicht die Anwesenheit eines Virus nach, sondern lediglich spezifische RNA-Bruchstücke, die durch vielstufige Vervielfältigung überhaupt erst nachweisbar werden. Problem: Wird zu oft vervielfältigt, wird jede Probe positiv.


Die Zahlen aus Juni und Juli zeigen außerdem, dass die Falschpositivrate unter 1% liegen muss. Also haben wir es augenscheinlich mit einem ziemlich guten PCR-Test zu tun.

Ja, für einen PCR-Test ist eine Spezifität von über 98% tatsächlich sehr gut. Bei niedriger Prävalenz ist die Rate der Falsch-Positiven aber trotzdem enorm hoch, wie unser Gesundheitsminister ja auch dankenswerterweise bereits eingeräumt hat.


Dass man mit PCR keine Viren nachweisen kann, hat der Erfinder nicht behauptet, sondern dass man damit keine Infektion nachweisen kann. Der PCR-Test weist durchaus das Bruchstück der Viren-RNA nach, für das er entwickelt wurde. Und das stammt dann halt in der Regel auch aus einem solchen Virus. RNA-Sequenzen hinreichender Länge entstehen nicht zufällig.

Lautet der Hinweis auf den Beipackzetteln der PCR-Tests nicht häufig: "Nicht für diagnostische Zwecke geeignet"? Ab welchem Zeitpunkt des Kontakts mit einem Virus gilt man als "infiziert"? Dr. Drosten hat in einem Interview im Zuge der SARS-Epidemie mal das Beispiel der Krankenschwester gebracht, über deren Rachenschleimhaut mal ein paar Viren "gehuscht" sind und entsprechende, mit einem PCR-Test nachweisbare, Spuren hinterlassen, ohne das dieser Mensch irgendetwas davon bemerkt hätte.

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