Meine Frage nicht beantwortet ..!

Beo2, NRW Witten, Sonntag, 07.11.2021, 16:05 (vor 1538 Tagen) @ Rybezahl2750 Views
bearbeitet von Beo2, Sonntag, 07.11.2021, 16:50

->> Wie soll aus Tausch Wirtschaft (Debitismus) entstehen?
-> Wo genau siehst Du da ein Hindernis? Der Tauschhandel setzte die "Urschuld" doch keineswegs außer Kraft. Und wo die Urschuld war, da war doch auch der Debitismus. Oder?

Nein. Kannst ja mal versuchen einen Löwen mit Dollarscheinen zu bestechen, statt dass er dich einfach verspeist. Aber die Tatsache, dass es angenehmer ist, andere für sich - per Zwang - arbeiten zu lassen, macht es möglich.

Entschuldige, soll dieser Dünnfurz eine ernstzunehmende Beschreibung der historischen Wirtschaftsformen darstellen? .. etwa den Debitismus in Nusschale? Willst Du mich damit zum Lachen oder zum Weinen bringen? Lies bitte nochmal die von mir gestellte Frage und beantworte sie.

Und am Ende dieser Tauschvorgänge stehen Volkswagen-Automobile? Verstehe ich das richtig? Oder gab es da noch Zwischenschritte? Wie erklärst du dir Feudalstrukturen aus dem Tauschhandel heraus? Was ist da passiert, damit es zur Sklaverei kommen konnte?

Ja, es gab einige historische Entwicklungsstufen des Wirtschaftens. Dazu liefere ich hier drunter einen neuen Beitrag, falls ich Lust dazu habe. Soviel schon vorab - zum wiederholten Male:

Der Tauschhandel war bis ins 16.Jh. (Ende des Mittelalters) bei weitem die vorherrschende Form der Handelsgeschäfte, da Gold- und Silbermünzen dem sog. Warengeld zuzurechnen sind (vgl. Weizen, Wein, Muscheln, Metallbarren etc.). Sie wurden als "zählbares, weil gleichmäßig portioniertes" Gold und Silber (Edelmetall, Rohstoff) getauscht .. also "Ware gegen Ware". Die Prägung des Herrschers hatte die Funktion der späteren Punze (= Qualitäts-/Reinheitsausweis). Diese Erfindung (ca. ab 600 v.Chr.) erleichterte und beschleunigte den Tauschhandel enorm.
Die alten Germanen z.B. tauschten ihre Naturalüberschüsse (auch Felle/Leder etc.) mit den römischen Legionären gerne gegen Gold- und Silbermünzen. Die Römer schleppten ihren Weizen, Brot, Fleisch etc. nicht aus Rom bis nach Niederrhein. Die Germanen schmolzen die Münzen ein und machten daraus filigrane Beschläge für ihre Kleider, Waffen, Rüstungen, sowie Schmuck, rituelle Gegenstände (wie Gefäße) u.a.m.. Für sie waren Gold- und Silbermünzen das, was sie bis heute überall waren und sind: nämlich WARE (= veredelter Rohstoff).

Mit Gruß, Beo2


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