nicht in der Stadt?

trosinette, Freitag, 05.11.2021, 12:27 (vor 1536 Tagen) @ NegaPosi2988 Views

Guten Tag,

Hier fährst du nicht mit dem Lasten-radel. Vielleicht in einer Kleinstadt oder dem Dorf aber nicht in der Stadt mit dem Verkehrsaufkommen wie es heute ist.

Mein Erfahrungshorizont spielt sich ausschließlich in Berlin ab und da sehe ich keine besonderen Probleme. Blöd wäre, wenn auf den Wegen noch X-100 Höhenmeter zu überwinden wären.

Es ist aber auch sicherlich eine Frage der Gewohnheit. Man reiht sich in den fließenden Verkehr ein oder zieht an der Seite vorbei. Vorbeiziehen funktioniert mit dem Hänger stellenweise nicht, macht aber nichts. Man ist ja auch nicht laufend mit dem Hänger unterwegs – eher in Ausnahmefällen. Am schönst ist es, samstags auf dem Recycling-Hof aufzukreuzen und mit Fahrrad und Lastenhänger an der 500 Meter langen PKW-Warteschlange vorbei zu ziehen.

Was mich am Verkehrsaufkommen in Berlin zunehmend stört, sind die anderen Radfahrer, die die Ökopropaganda in der fahrradfreundlichen Stadt zunehmend auf die Straße drängt. Studenten auf Hollandrädern die in Zweierreihe auf Radwegen einschlafen. Da freue ich mich schon wieder auf das kommende Schmuddelwetter, wenn die Schönwetterfahrer wieder in Autos und Öffis verschwunden sind.

Ich gebe aber offen zu, dass mein Verhalten und meine Ambitionen, gemessen am „normalverhalten“ der Bevölkerung in dieser Beziehung nicht normal ist.

Jüngst saß jemand bei uns beim Grillen, der stolz Berichtet hat, dass er jetzt mit dem E-Bike zur Arbeit fährt und dass das voll praktisch ist, weil man nicht schwitzt. Zwei Minuten später hat er sich darüber beklagt, dass er immer fetter wird. Wenn ich Kaiser von Deutschland wäre, würde ich E-Bikes und Laubbläser sofort verbieten. Wem die Gnade zuteil wird schwitzen zu können soll schwitzen. Alles andere spottet dem eigenen Selbst.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider


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