Dem liegt ein katastrophaler Denkfehler zugrunde. Es ist verheerend, wenn man ihn nicht erkennt; auf der anderen Seite öffnet sich aber bei richtiger Analyse ein (kurzzeitiges) Schlupfloch. Wer es nic

Mephistopheles, Datschiburg, Dienstag, 15.09.2020, 20:20 (vor 4 Tagen) @ Weiner403 Views
bearbeitet von Mephistopheles, Dienstag, 15.09.2020, 20:55

wer es nicht antizipiert, kann es nicht nutzen.

... Amos, wie es in einem Bifurkationspunkt innen drinnen aussieht, dann schau Dich um, denn Du steckst mitten drin.

Es ist aber einfach zu sagen: es gibt hin und wieder BPs, also können wir die Hände in den Hosentaschen lassen und zuschauen, wie und wo sie sich bilden und wohin die Reise dann geht. In meinen Augen, ich wiederhole mich immer wieder, ist das die falsche Einstellung. Denn im Bifurkationspunkt ist Freiheit vorhanden - und Raum für Kreativität.

Schau Dir mal die historische Bevölkerungskurve zur Menschheit an:

https://en.wikipedia.org/wiki/Demographic_history#/media/File:World_population_growth_(...

(logarithmische Skala!)

Die ist komplett unnatürlich und außerordentlich. Bessere Umweltbedingungen oder weite und paradiesische Lebensräume können eine solche Explosion nicht erklären.

Notblüte.

Vielmehr hat ganz offensichtlich eine 'innere Entwicklung' 'im Menschen' stattgefunden. Die ist gewiss aber nicht von biologischer Art (hier sind wir gegenüber dem Stand 10.000 Jahre zurück eher sogar zurückgefallen und bereits leicht degeneriert).

Die entscheidende Ursache für die Explosion ist kultureller Natur. Die meisten Beobachter würden nun sagen, es war die technologische Entwicklung (als Teil der Kultur), die das möglich gemacht hat. Das ist nur halb richtig. Denn damit die technologischen Entwicklungen, die wir als Menschheit hinter uns gebracht haben, überhaupt möglich waren, brauchte es eine soziale Organisation (Hochkulturzyklen).

Nein, weder an der Kultur noch an der Technologie, sondern an der Evolution des Staates. Das ist auch der Knackpunkt. Sobald der Staat aufhört, funktionsfähig zu sein, beginnt unmiettelbar das Massensterben.

Da wir aber kein kommunistisches Gewaltregime sind mit MauerRegime sind, sondern eine Demokratie und Rechtsstaat, wird es nicht so friedlich zugehen wie damals, sondern der Staat wird bei Gefahr und wenn die Bürger aufhören, den Anweisungen zu folgen, sich unmittelbar in einen Zwangsstaaat verwandeln. Der Zwangsstaat wird das zum Überleben Notwendige auf minimaler ebene zuteilen. Das ist die kurze Zeitspanne, die verbleibt.

Genau darauf sollte man sich einrichten. Ich würde vor preppen warnen und davor, sich mit großen Vorräten einzudecken und erinner nur an das Schicksal der [link=https://de.wikipedia.org/wiki/Kulak]Kulaken[/link]in der Ukraine. Die Ukraine war die Kornkammer Russlands und folglich dachten sie sich, ihnen könne schon nichts passieren. Genau so wie die Deutschen - uns geht`s doch gut! - in der BRD.

Heute sind die technologischen Reserven nicht zwar noch nicht ganz ausgeschöpft. Jedoch liegt in der sozialen Organisation so vieles im Argen, dass wir über den aktuellen Bifurkationspunkt vielleicht gar nicht hinauskommen.

Nur eines ist sicher: ausrotten lässt sich der Mensch nicht mehr. Das Leben ist sehr zäh.

Das Wollhaarmammut Mannie stimmt dir zu und gibt dir recht.


MfG, Weiner


Gruß Mephistopheles

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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc


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