Mehrere Dinge: (mT)

DT, Samstag, 04.04.2026, 01:27 (vor 15 Stunden, 23 Minuten) @ BerndBorchert505 Views
bearbeitet von DT, Samstag, 04.04.2026, 01:34

a) Die V2 erreichte knapp 100 km Höhe, dort ist der Luftdruck nur noch 0,3 Pa, ca 0,0003% des Luftdrucks auf der Erde. Also ist dort auch nichts mit aerodynamischer Steuerung.

b) Auch bei Elons Raketen oder bei anderen Raketen (nehmen wir das Space Shuttle) kannst Du den Schubvektor durch die Gimbalmontierung einstellen.

c) Ob das Teil ausgedehnt oder länglich ist, ist völlig egal. Der Schubvektor sollte am Schwerpunkt angreifen. Ich kann einen Ball genauso auf meinem Finger balancieren wie einen Queue.

d) Die Astronauten müssen natürlich den richtigen Zeitpunkt abwarten, wann die Kommandokapsel vorbei kommt. Aber es gibt ein Startfenster und sie fliegen erstmal in eine Umlaufbahn und nähern sich dann durch die Steuerungsdüsen durch mehr und weniger Schub langsam dem Kommandomodul an. Es ist eben nicht so, daß das ganze wie eine Kugel ist, die abgeschossen wird und entweder trifft oder verfehlt. Das Space Shuttle oder Elons Raketen docken ja auch langsam an der ISS an mit ihren Steuerdüsen. Und wenn Du glaubst, es gäbe keine ISS, dann rate ich Dir, einfach mal nachts rauszuschauen, Du kannst bei Heavens Above die ISS Überflugzeiten sehen:
https://heavens-above.com/PassSummary.aspx?satid=25544
Mußt aber Deinen Standort eingeben. Hab sogar mal in den 90er Jahren gesehen, als sich beim Überflug der ISS ein Space Shuttle in der Nähe befunden hat kurz vor dem Andocken. Da sah man einen kleinen Punkt einem großen hellen Punkt hinterher fliegen. Und wenn Du willst, kannst Du mit einem nachgeführten Teleskop sogar Details der ISS selber aufnehmen, siehe zB hier:
https://futurezone.at/science/foto-iss-mond-kamera-teleskop-astrophotografie-astronomie...

e) Der Andockprozess wird im Simulator geübt. Man steuert über einen Joystick die Steuerdüsen. Ich war vor vielen Jahren einmal bei einem Tag der Wissenschaft mit meinem Großen, dort gab es einen Simulator, der hatte dieses Andocken simuliert. Weiß nicht mehr genau, welches Modul es war, aber ich glaube, es wurde Andocken an die ISS simuliert. Er konnte das interessanterweise schon recht intuitiv, vielleicht vom vielen Computerspielen. Ich erinnere mich noch an verschiedene Markierungen, die man in Deckung bringen mußte.

Was glaubst Du wohl, wie Deine TV Satelliten oder der Meteosat in ihren geostationären Orbit gekommen sind, bei 35780 km Höhe, die Dir täglich Dein Fernsehprogramm oder das Wetterbild liefern? Wie haben diese Raketentriebwerke das wohl im luftleeren Raum geschafft?

Trollst Du nur oder glaubst Du echt an das, was Du schreibst?

Wie hat es das James Webb Space Teleskop an den Lagrangepunkt L2 geschafft, der 1.5 Mio km von der Erde entfernt ist, und wie wurde es genau dorthin positioniert? Nachdem es den Punkt angeflogen hat, der 4-5x soweit weg ist wie der Mond, mußte es ja auch abgebremst werden.

DT


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