Pragmatische Auswanderungsziele

tar ⌂, Gehinnom, Freitag, 21.04.2023, 00:20 (vor 1048 Tagen) @ NST3824 Views

Als IT-Spezialist grenze ich noch ein, denn ein wesentlicher Punkt bildet neben der Lebensqualität auch die weitere Generierung von (gewohnten) Einnahmen und die Überwindung, alles hinter mir zu lassen.

Ziele wie Thailand betrachte ich gerade aus den von dir erwähnten Gründen der deutlichen Umstellung des eigenen Geschäftsfelds eher als zwischenzeitliche Sabbaticals. Ich bin mir aber unsicher, ob sich potentielle Kunden (bei mir Großunternehmen) tatsächlich grundsätzlich dagegen wehren, Einzelkämpfer aus Fremdländern zu beauftragen oder das nur vom Vermittler abhängt und inwiefern sich die Besteuerung gestaltet, denn in letzter Zeit gibt es vermehrt 100%-Remote-Angebote, wodurch es praktisch irrelevant wird, wo man lebt und arbeitet - Hauptsache Internet. Da könnte es tatsächlich interessant werden.

Ungeachtet dessen, trenne ich in zwei Zielbereiche mit jeweils zwei konkreten Regionen auf:

1. halbgare Auswanderung

1.1. Tschechien: Prag

Vor allem zwei Gründe lassen mich hier noch hadern: die Sprache und die EU-Mitgliedschaft. Hinsichtlich der Lebensqualität wäre wohl Portugal attraktiver. Zwei andere Gründe sprechen jedoch dafür: direkte Nähe zur Heimat (hier: Sachsen) und die niedrigere Besteuerung, wodurch man ggf. eher in den Ruhestand gehen und dann einkommensunabhängig ein anderes, finales Auswanderungsziel ansteuern könnte. Unklar ist jedoch, wie es mit der weiteren Beauftragung als SAP-Freiberufler und den Stundensätzen aussieht. Ich habe hier noch nicht in Erfahrung gebracht, ob man direkt als Freiberufler starten kann.

1.2. Schweiz: Luzern

Fantastische Lage und Umgebung. Entwicklung der Schweiz insgesamt jedoch stark abhängig von Deutschland und dahingehend eine Scheinauswanderung. Die Schweizer Mentalität ist, gelinde gesagt, schwierig - gegenüber Deutschen sehr verhaltend bis ausbeuterisch, was sich erst durch die recht langwierige Integration legt, die wiederum an kommunale Begebenheiten gebunden ist. Dennoch können gewohnte, wenn nicht gar höhere Einnahmen als SAP-Freiberufler mit hoher Wahrscheinlichkeit nach kurzer Überbrückungsdauer generiert werden (ggf. kurzzeitige Festanstellung oder durch vorläufige Stundensatzsenkung herantasten, bis man "den Fuß in der Tür hat").

2. gänzliche Auswanderung

2.1. USA: Houston

Einhergehend mit dem Kappen jeglicher heimatlichen Verbindung begibt man sich direkt in das Rattennest. Als Quelle des weltweit um sich greifenden Irrsinns (Climate & Gender Studies, Transhumanismus, Globalismus, Covid) muss man neben der Geopolitik auch beständig die politische Entwicklung der Teilstaaten im Äuglein behalten. Die Mentalität dürfte offener, aber auch weit oberflächlicher als in der Schweiz sein. Ferner muss man sich mit dem Common Law auseinandersetzen. Die Einwanderung als Freiberufler ist schwieriger.

2.2. Neuseeland: Auckland

Meine romantischen Lebensvorstellungen von Neuseeland muss ich erst noch durch eine längere Urlaubsreise dahin validieren, was sich leider noch nicht ergeben hat. Die irrwitzigen Einwanderungshürden sind nach meiner Recherche nur durch eine Festanstellung überwindbar, wobei wohl erst nach 5 oder gar noch mehr Jahren wieder ein Gang in die Selbstständigkeit möglich wäre. Für mich momentan unvorstellbar. Dennoch bleibt Neuseeland als langgehegter Traum im Hinterkopf.

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Gruß!™

Time is the school in which we learn,
Time is the fire in which we burn.


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