Immobilienpreiskorrektur von 50 oder 60%. Geht nicht? Gabs schon mal. Siehe hier. 1986: (mTuL)
https://www.spiegel.de/wirtschaft/wohnungen-der-markt-ist-kaputt-a-e8d6b196-0002-0001-0...
Zitate daraus:
" Aber auch eine exzellente Lage schützte nicht vor hohem Wertverlust. In dem noblen Münchner Vorort Grünwald stürzten die Villen-Preise um 40 Prozent nach unten, stärker als in weniger feinen Gegenden. Und im gediegenen Hamburg-Blankenese fielen die Preise mindestens ebenso steil wie in miesen Lagen.
Manche Häuser haben kaum an Wert verloren, andere um mehr als 60 Prozent. Nahezu senkrecht sind die Preise in der norddeutschen Tiefebene gefallen, gelegentlich aber auch in Frankfurt oder München - wenn, so RDM-Geschäftsführer Gerhard Feldmann. »in zu schlechten Lagen zu aufwendig gebaut wurde": Marmorbad und Mahagoni-Vertäfelung sind eine glatte Fehlinvestition, wenn im Nachbarhaus ein türkischer Hammelmetzger sein Geschäft betreibt.
Bis 1982 war das anders, da ließ sich alles mit ordentlichem Aufschlag an den nächsten weiterreichen. »Da war nichts falsch zu machen«, kommentiert Immobilienexperte Vorwerk, »die Dummen schafften 20 Prozent Gewinn, die Schlauen 200 Prozent.«
Windige Initiatoren setzten mit den Argumenten »Wertzuwachs« und »Steuerersparnis« maßlos überteuerte Bauherren-Modelle zu Quadratmeterpreisen von 7000 Mark und mehr ab. Auf der Insel Sylt wurden 50-Quadratmeter-Apartments für 650000 Mark verkauft.
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Die Banken finanzierten bedenkenlos die Spekulanten. Auch die Geldmanager glaubten an stetigen Wertzuwachs. So erfand die Deutsche Bank die 100-Prozent Finanzierung; Eigenkapital war zeitweise bei Deutschlands größtem Kreditinstitut nicht mehr gefragt. Andere Banken folgten dem schlechten Beispiel."
Deja vu. 40 Jahre später.