Das Problem ist doch die Vorfinanzierung

Manuel H., Freitag, 07.10.2022, 07:28 (vor 1234 Tagen) @ Dieter2724 Views
bearbeitet von Manuel H., Freitag, 07.10.2022, 07:32

Soweit ich weiß, kann ein Vermieter die Nebenkosten-Vorauszahlungen erst dann anpassen, wenn und nachdem er sie abgerechnet hat.
Dabei kann er sich auf die vergangenen Werte beziehen, nicht jedoch auf zu erwartende Werte.

Beim derzeitigen explosiven Preiserhöhungs-Geschehen hinkt er also immer ca. ein Jahr hinterher mit den Abschlägen, muß also mindestens die Preiserhöhungen alleine vorfinanzieren.

Vielleicht wird das eines Tages mal gesetzlich geändert und den Vermietern erlaubt, auch unterjährig Preiserhöhungen weiterzugeben, also Nebenkosten-Abschläge schon dann zu erhöhen, wenn sie ihn erreichen und nicht erst nach einer jährlichen Abrechnung.

Es gibt bereits jetzt zahlreiche Mieter wie Vermieter, die die Abschläge erhöhen. Das ist dann aber freiwillig und ohne dass es gesetzlich erzwungen werden kann.

Was mich dabei ein wenig wundert. Es gibt nur zwei sehr schwache Anreize für Vermieter, preisbewußt Energie einzukaufen, da er sie ja zu 100% erstattet bekommt. Einmal die ärgerliche Vorfinanzierung durch den Vermieter, dann die Tatsache, dass mögliche Miet-Interessenten nur die Warm-Miete inkl. aller Nebenkosten interessiert, er also durch unbedachtes unnötig teures Einkaufen von Energie seine Wohnungen verteuert.


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